Verein Pro Mobil feiert in Heiligenhaus 45-jähriges Bestehen

Der fünf Jahre alte Andreas ist bei Kitaleiterin Katja Benemann bestens aufgehoben.
Der fünf Jahre alte Andreas ist bei Kitaleiterin Katja Benemann bestens aufgehoben.
Foto: WAZ FotoPool
Viel ist schon geschafft, Pro Mobil hat aber noch viel mehr vor. Bei den Feierlichkeiten anlässlich des 45-jährigen Bestehens in der Kita Robbeninsel loben die Gäste die Arbeit des Vereins. Bundestagsabgeordnete Kerstin Griese findet: „Hier kann man große Fortschritte im Hinblick auf Inklusion beobachten.“

Heiligenhaus..  Im Neubaugebiet Grün-Selbeck fällt ein Gebäude direkt ins Auge: das moderne Holzgebäude der Kindertagesstätte „Die kleine Robbeninsel“. Dort war zum Freitag anlässlich des 45-jährigen Vereinsbestehens von Pro Mobil und dem einjährigen Bestehen der Kita wieder volles Haus. Auf die Kinder der Kita und deren Eltern wartete ein bunt gemischtes Programm aus Musik, Theater und kulinarischen Köstlichkeiten.

Ganz unter dem Motto „Schon viel geschafft, noch viel mehr vor“ fand dabei die Feier im Garten der Kita statt. Dabei wollte man weiterhin dazu ermuntern, die langjährige Arbeit mit und für Menschen mit Behinderung auch in Zukunft weiter zu unterstützen. Der Velberter Verein Pro Mobil – Verein für Menschen mit Behinderung – errichtete 2013 die Kita in Heiligenhaus. Dort sind inzwischen 45 Kinder untergebracht, davon sieben mit Behinderung. Dass das Konzept reibungslos funktioniert und es nur positive Resonanz gibt, bestätigt auch Kita-Leiterin Katja Benemann: „Ich bekomme sehr viele Anfragen von Eltern, die ihre Kinder hier anmelden wollen. Vor allem Eltern nicht behinderter Kinder möchten auch, dass ihr Nachwuchs hierhin kann.“

Beck: weitere Projekte denkbar

Ebenfalls anwesend war Kerstin Griese, SPD-Bundestagsabgeordnete aus Ratingen und sehr engagiert bei der Arbeit mit Behinderten, die von dem Projekt sichtlich beeindruckt war und ein großes Lob an Pro-Mobil-Geschäftsführerin Margit Benemann aussprach: „Ich freue mich zu sehen, dass man hier so große Fortschritte im Hinblick auf die Inklusion beobachten kann.“ Dass man sich weiter für die Inklusion einsetzen wolle, machte Griese auch deutlich: „Ich denke ganz im Motto: Jeder Mensch kann irgendetwas richtig gut. Daher wollen wir uns politisch weiter für ein Teilhabegesetz stark machen.“

Nach der Bühnenrede sahen die zahlreichen Eltern allerdings erstmal bei der Aufführung „Die Moldau“ ihrer Kinder zu. Im Laufe des weiteren Programmes durften sich die Gäste weiterhin auf das rollstuhlfahrende Rapperduo „Double A/Crazy B“ aus Ratingen und auf Leckereien von Fernsehkoch Volker Westermann freuen. Auch Heiligenhaus’ Erster Beigeordneter Michael Beck war positiv von der Kita angetan: „Das hier ist kein Zweckbau, sondern ein kindgerechtes Schmuckstückchen.“ Auch die vielen Mitarbeiter der Kita lobte Beck: „Man sieht, dass das für viele nicht ein einfacher Beruf ist, sondern eine Berufung und Leidenschaft für die Leute ist.“ Für die Zukunft hat man sich weiterhin das Ziel gesetzt, in der Kita ökologische und ernährungstechnische Aspekte positiv umzusetzen, berichtete Margit Benemann. Auf jeden Fall darf man bei Pro Mobil in Zukunft auf weitere Zusammenarbeit mit der Stadt Heiligenhaus gespannt sein, wie Beck erklärte: „Im Zuge der Inklusion können wir uns gut vorstellen, weitere Projekte mit Pro Mobil anzugehen.“

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