„Unvergängliche Melodien”
11.08.2009 | 15:26 Uhr 2009-08-11T15:26:00+0200
Heiligenhaus. Der MGV Heimatklänge präsentiert vor dem Jubiläum 2011 noch einen musikalischen „Appetitanreger”. „Unvergängliche Melodien” ist der Titel des Konzerts am 5. September.
Mit großen Schritten steuert der MGV Heimatklänge auf ein besonderes Jubiläum zu: 100 Jahre alt wird der Verein in 2011. Für die Vorbereitung der Feierlichkeiten will man sich genug Zeit nehmen. „Deshalb gibt es nächstes Jahr auch kein eigenes Konzert”, erklärt der erste Vorsitzende Gerd Schlupkothen. So darf der aktuelle Auftritt in der Kant-Aula durchaus als „Appetitanreger” für das große Ereignis gelten. Der Konzertabend am 5. September steht ab 19 Uhr unter dem Motto „Unvergängliche Melodien” und repräsentiert ein breites Spektrum an Männerchorliteratur.
Auf dem Programm stehen Werke von Franz Schubert, Friedrich Silcher, Anton Wunderer, Carl Maria von Weber, Felix Mendelssohn-Bartholdy, aber auch Beethoven und Lortzing. Von der Romantik, über Jagd- und Wanderlieder, internationale Melodien bis hin zu Opernarien – „für jeden soll etwas dabei sein”, wünscht sich Schlupkothen, der auf den Wiedererkennungswert beim Publikum setzt.
»Für jeden soll etwas dabei sein«
Als Solisten haben die Heiligenhauser Thomas Peter verpflichten können – eine bekannte Stimme, war der Bass-Bariton doch bereits 2001 (beim 90-jährigen Bestehen) ins Konzertgeschehen eingebunden. Ebenfalls sehr gute Erfahrungen haben die Heimatklänge mit Pianist Lothar Welzel von der Folkwang-Hochschule gemacht und ihn für den September-Termin erneut engagiert. Das Hornquartett der Essener Hochschule bringt darüber hinaus instrumental eine weitere Klangfarbe ins Spiel. Gehört hatte Schlupkothen das Quartett beim Konzert des Frauenchores Musica: „Ich war sehr angetan von dem jungen Ensemble”, berichtet er über den Entschluss, die Vier für das Heimatklänge-Konzert zu interessieren, dessen Gesamtleitung übrigens in den bewährten Händen von Chordirektor Michael Smetten liegt.
Die Vorbereitungen für den Auftritt laufen bereits seit einigen Monaten. Auf 40 eigene Stimmen bringt es der Chor - weitere fünf bis sechs Sänger aus anderen Gesangvereinen helfen auf der Bühne aus. „So ein Konzert ist immer eine Gratwanderung”, sagt Gerd Schlupkothen angesichts des schwindenden Interesses junger Leute am Chorgesang und der zunehmenden Überalterung der Heimatklänge (das Durchschnittsalter bewegt sich inzwischen um die 70 Jahre). Andererseits: „Wir haben vier Aktive über 80 Jahre. Es ist doch auch eine stolze Leistung, wenn die noch beim Konzert mithalten können”, ergänzt Roland Gzuk, zweiter Vositzender, der ebenso wie Schlupkothen mit einem großen Publikumsinteresse in der Kant-Aula rechnet. „Das ist quasi unsere Visitenkarte”, betont Roland Gzuk. Das Konzert soll nämlich letzlich auch bei potentiellen Sponsoren Interesse wecken, denn das anstehende Jubiläumsjahr mit mehreren Veranstaltungen will ja finanziert werden. Seit dem Tod des Ehepaars Fuhr beim Concorde-Unglück hat der MGV Heimatklänge nämlich keinen regulären Protektor mehr, ist auf die Hilfe passiver Mitglieder und Förderer angewiesen.
Auf Förderer angewiesen
Geplant seien für 2011 ein Festkonzert vermutlich mit Opernmelodien, ein Empfang und ein Freundschaftssingen, blicken die beiden Vorstandsmitglieder im Gespräch mit der WAZ Heiligenhaus in die Zukunft. Zudem soll die bestehende Festschrift, die bereits zum 90-Jährigen ergänzt wurde, fortgeschrieben werden. Eine Aufgabe, der sich Vorsitzender Schlupkothen, der immerhin schon seit 54 Jahren dabei ist, gerne widmet.
Eintrittskarten für das Konzert „Unvergängliche Melodien” am 5. September sind ab sofort erhältlich bei den Sängern des MGV Heimatklänge, die jeden Freitag ab 20 Uhr im Ratskeller proben.
Vorverkaufsstellen sind außerdem Schreibwaren Witte, Reisebüro Heiligenhaus und das städtische Kulturbüro.
Der Eintrittspreis beträgt zehn Euro, für Schüler, Studenten und Schwerbehinderte sieben Euro. Einlass in die IKG-Aula ist am Konzertag um 18 Uhr.
Nicht vergessen wird natürlich das kommende Kulturhauptstadt-Jahr. Die Beteiligung am Day of Song im Juni ist der Kulturhauptstadt-Beauftragten Uschi Klützke fest zugesagt. Gzuk: „Darauf freuen wir uns schon.” Nach dem Singen vor Ort planten sogar einige Chormitglieder beim Gemeinschaftssingen auf Schalke dabei zu sein. „Die Karten mussten wir jedenfalls schon bezahlen.”
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