Tipps für den süßen Genuss

Guten Mutes: Die elf Teilnehmerinnen vor den Zutaten. Pralinen selbst herzustellen hatten schon einige vorher ausprobiert, unter Anleitung und in Gesellschaft Gleichgesinnter machte es noch mal so viel Spaß.
Guten Mutes: Die elf Teilnehmerinnen vor den Zutaten. Pralinen selbst herzustellen hatten schon einige vorher ausprobiert, unter Anleitung und in Gesellschaft Gleichgesinnter machte es noch mal so viel Spaß.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Auftakt der Reihe „Rund um die Schokolade“: Im Ludgerustreff stellten elf Teilnehmerinnen Pralinen selbst her.

Heiligenhaus..  „Ich koche eigentlich nach Gefühl. Aber hierbei muss man es schon genau nehmen mit den Zutaten und der Zubereitung, sonst geht es schief.“ Marlies Hünerfeld rührt im Wasserbad die Schokolade. Stückchen für Stückchen soll schmelzen, damit die glatte Masse später mit Butter und Puderzucker verrührt und mit Kaffee verfeinert werden kann. Abgekühlt kann sie zu walnussgroßen Pralinen verarbeitet werden. Marlies Hünerfeld sieht sie schon vor sich: „Alles ist gut, wenn es Schokolade ist.“

Für die 63-Jährige war es daher keine Frage, als sie von der Reihe „Rund um die Schokolade“ im Ludgerustreff erfuhr, sich für den Kurs „Pralinen herstellen“ anzumelden. Und den Film „Chocolat“, der im Mai gezeigt wird, den schaut sie sich natürlich auch an.

Weniger auf die Schokolade als viel mehr auf die Tipps und Tricks bei der Herstellung von Pralinen kommt es Angelika Donner, 57, an: „Ich backe viel und probiere vieles aus.“ An Kursleiterin Hanna Wirtz hat sie deshalb etliche Fragen und die Angesprochene hat an diesem Nachmittag fleißig zu tun, neben den Antworten auch noch ein paar eilige Hilfestellungen zu geben. Denn ganz so einfach ist das Pralinenhandwerk selbst für geübte Hausfrauen denn doch nicht.

„Die Schokolade muss die richtige Temperatur haben, nicht zu flüssig, nicht zu fest. 30 Grad sind ideal“, erklärt die Referentin des katholischen Familienbildungswerkes, die in Ratingen regelmäßig Kinderkochkurse für gesundes Essen anbietet, aber findet: „Manchmal darf es süß sein. Genuss wie der von Schokolade gehört dazu.“ Wie man damit gekonnt umgeht und Kugeln mit fruchtigem beziehungsweise alkoholhaltigem Aroma richtig herstellt, dazu hatte Hanna Wirtz (31) die elf Teilnehmerinnen in den Treff eingeladen.

In Zweier- und Dreier-Gruppen geht es an die Arbeit. Wobei die Fragen, wo welches Küchenutensil zu finden ist, am besten von Ingrid Niering, der Treffleiterin, zu beantworten ist. Sie organisiert auch flugs eine Reibe, sorgt für Töpfe und Schneebesen – und hat ebenfalls ihren Spaß: „Das ist total spannend. Die Frauen kennen sich zum teil ja gar nicht, arbeiten aber toll zusammen.“ Während Brigitte Dinnendaal (61) und ihre Mitstreiterin Annemarie Hollenberg (77) schon nach einer Stunde die Eierlikör-Masse rollen und in kleine Förmchen geben können, muss Hanna Wirtz gerade einem anderen Team zur Hand gehen und warnt: „Bloß kein Wasser dran, dann wird’s schwierig.“ Mit kräftigem Rühren kann sie die Schokolade wieder fluffig machen, nun kann geformt werden.

Nach zwei Stunden sind die süßen Verführer fertig – und die Damen dürfen genießen.