Tempo 30 und Unterhaltungs-Arbeiten

„Da besteht unstrittig Handlungsbedarf“, erkannte auch Harald Flügge. Für eine „zeitnahe“ Linderung der Zustände an der Hofermühle plädierte der Technische Beigeordnete im Verkehrsausschuss für eine „kleine Lösung“, denn: Auf umfassendere Arbeiten auf diesen 500 Metern der Ratinger Straße müssten die Anwohner sonst jahrelang warten.

Wie kann also die „kleine Lösung“ aussehen? Die dringendsten Arbeiten an der „Schrott“-Straße kann der Landesbetrieb Straßen NRW als Unterhaltungs-Maßnahme ausführen lassen. „Wir wollen den Bordstein wieder anheben“, erläuterte Michael Krahl. Der Abteilungsleiter für Straßenbau: „Das macht Sinn, bevor die A 44 hier unter Verkehr kommt.“ Aus seiner Sicht wären dann die Leitplanken vor den Häusern überflüssig: „Sie hätten bei acht Metern und Lkw ohnehin keine Wirkung.“

Das sahen die Politiker im Ausschuss allerdings ganz anders. „Die Anwohner wollen die Leitplanke behalten“, betonte Jörn Oberholz. Der CDU-Ratsherr plädierte für eine Resolution des Rates an Verkehrsminister Michael Groschek: „Der westliche Abschnitt der A 44 muss in die Pötte kommen – dann haben wir den Lkw-Verkehr aus der Hofermühle raus.“

Sozialdemokrat Ingmar Janssen formulierte das bei drei Enthaltungen beschlossene Sofort-Paket: Dazu zählt vor allem das Tempo-30-Gebot. Für Autofahrer macht das, rechnete Lothar Nothmann von den Grünen vor, einen Unterschied von gerade mal 14 Sekunden, die sie länger unterwegs sein werden.

Sollte die Tempo-30-Zone bis zur Kreuzung der Ratinger Straße mit dem Radweg durchs Angertal führen? „Dort Rad zu fahren“, meinte Lothar Nuthmann, „ist eh kein Zuckerschlecken.“ Dieses Detail soll die Verwaltung noch prüfen.