Teilzeit-Demenz lässt grüßen

Manchmal fühle ich mich als Mittdreißigerin schon wie meine eigene Großmutter. Meistens überkommt mich diese Erkenntnis bei der ungeliebten Hausarbeit. Die Bügelwäsche hier, der Papiermüll dort und mittendrin noch zwei kleine Quälgeister mit ihren kindlichen Bedürfnissen. Mama, ich hab’ Durst, Hunger, Aua, Langeweile oder alles auf einmal. Da kommt es schon mal häufiger vor, dass ich mit einem bestimmten Ziel vor Augen von A nach B husche und dann ganz vergessen habe, was ich eigentlich dort wollte. Darüber grübelnd fallen mir an Ort und Stelle aber meist mindestens noch drei andere Dinge ein, die ich schon seit einer gefühlten Ewigkeit erledigen wollte.

Nach getaner Arbeit zurück am Ausgangspunkt gibt es natürlich auch noch genug zu tun. So ganz sinnlos sind meine Anfälle von Teilzeit-Demenz also nicht. Trotzdem wage ich mir manchmal kaum vorzustellen, wie es mir wohl in dreißig Jahren ergehen wird, dann wenn ich wirklich zur Omi mutiere.

Und was wollte ich hier jetzt noch mal schreiben? Ach ja, die Pointe fehlt noch. Mist, die habe ich unterwegs bis hierher irgendwie vergessen . . .