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A44-Lückenschluss

Spatenstich trotz Altlasten

26.11.2009 | 18:59 Uhr
Spatenstich trotz Altlasten

Heiligenhaus. Wenn es nach Straßen NRW ginge, stünde dem Spatenstich zum Lückenschluss der A44 nichts mehr im Weg: „Wir warten nur noch auf einen Termin”, erklärt Frank Hausendorf, Projekt-Koordinator im Planungs- und Baucenter Ruhr, auf Nachfrage der WAZ.

Ob der noch in diesem Jahr stattfindet? „Wir würden das gerne im Dezember machen”, so Hausendorf – wenn die Verkehrsministerien von Bund und Land mitspielen. Denn sowohl aus Berlin, als auch aus Düsseldorf wollen Vertreter zum Spatenstich anreisen. Ob die Minister selbst teilnehmen oder ihre Staatssekretäre schicken, „wissen wir noch nicht”.

Wo der Spaten in den Boden gerammt werden soll, stehe indes schon fest: an der L 156, besser bekannt als Ratinger Straße. Denn dort soll das neue A 44-Teilstück auch eine Anschlussstelle bekommen: im Bereich des ehemaligen Gehöfts Neuenhof, das schräg gegenüber des „Grünen Jägers” liegt. Das Neuenhof-Grundstück ist bereits im Besitz des Landes, Mitte Oktober wurde dort mit dem Abriss begonnen. Aktuell allerdings ruhen die Abbrucharbeiten: Altlasten wurden gefunden. „Die Baustoffe sind teilweise kontaminiert”, erklärt Frank Hausendorf.

Bohrproben sollen Aufschluss geben

Bohrproben und weitere Analysen sollen jetzt näheren Aufschluss geben, „damit wir mit der ordnungsgemäßen Entsorgung fortfahren können”. Wie lange die Arbeiten unterbrochen bleiben, stehe noch nicht fest – aber: „Wir hoffen, auch den Abriss noch dieses Jahr abzuschließen”, sagt Hausendorf. Von den drei Gebäuden bleiben zwei allerdings stehen: Die Scheune ist weiter als Lagerraum vermietet und in einem kleineren Wohngebäude soll vorläufig ein Baubüro eingerichtet werden.

Weitere Hindernisse auf dem Weg zum Lückenschluss sind inzwischen aus dem Weg geräumt. Mit dem Ratinger Landwirt etwa, der vor dem Oberverwaltungsgericht Leipzig eine Nachbesserung einklagte (die WAZ berichtete), sei man sich einig: „Die Regelungen sind unterschriftsreif”, erklärt Frank Hausendorf – ohne ins Detail zu gehen. Immerhin so viel ist ihm zu entlocken: „Es wird auf eine Geldzahlung hinauslaufen.”

Für kein Geld der Welt würde sich Bürgermeister Dr. Jan Heinisch den Spatenstich entgehen lassen: „Dass ist das erste Mal, dass es erlebbar wird, dass der Autobahnanschluss jetzt kommt. Es wird nach 30 Jahren endlich sichtbar – auch für den Bürger!”

Sabine Kreimeier

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