Spaten bleibt wohl im Schuppen
18.09.2009 | 19:19 Uhr 2009-09-18T19:19:00+0200
Der Start des A 44-Trassenbaus ist weiterhin offen. Der Wunschtermin für den ersten Spatenstich - vor der Bundestagswahl am 27. September - scheint kaum zu halten
A 44-Spatenstich noch in diesem Jahr, vor der Bundestagswahl – damit wurde fest gerechnet. Auch in der Lokalpolitik. Denn immer wieder war zu hören, dass der Landesbetrieb Straßen NRW mit Hochdruck alles daran setzt, den symbolischen ersten Akt des höchst richterlich genehmigten Bauprojektes bis zum 27. September über die Bühne zu bringen. Nun sind es allerdings nur noch acht Tage bis zu besagtem Urnengang – unwahrscheinlich also, dass dieser Plan noch gelingt.
„Es gab diese Überlegungen”
„Es gab diese Überlegungen”, bestätigt jetzt Frank Hausendorf auf Nachfrage der WAZ. Als Multi-Projekt-Koordinator im Planungs- und Baucenter Ruhr ist er nah dran an der Terminierung, bezweifelt jedoch, „dass das noch passt”. Denn: „Im Moment haben wir so einige Spatenstiche. . .” Allerdings: Ganz aufgegeben habe man den Gedanken, den neuen Teilabschnitt der A44 zwischen Ratingen und Velbert/Heiligenhaus in der kommenden Woche anzustoßen, indes nicht.
Gleichwohl sind auch noch nicht alle Hürden zum Autobahnbau aus dem Weg geräumt. Erst am 30. September wird der letzte Mieter eines Hauses ausziehen, das im Bereich der L 156 in Ratingen abgerissen werden muss, um Platz für die Autobahn zu machen. In unmittelbarer Nähe müssen zudem noch ein Garagenkomplex sowie ein älteres Wohngebäude weichen. Aus privater Hand hat das Land die Grundstücke erworben. „Die Aufträge zum Abriss sind schon erteilt”, sagt Frank Hausendorf.
„Da wird auch Geld fließen”
Mehr Bauchschmerzen machen derzeit noch die Verhandlungen mit dem Ratinger Landwirt, der vor dem Bundesverwaltungsgericht Gehör fand: Seiner Klage gegen die teilweise Enteignung wurde in Teilen stattgegeben. „Wir versuchen, mit dem betroffenen Kläger eine Einigung zu treffen”, erklärt Hausendorf. Eine Verwaltungsvereinbarung – außergerichtlich – sei das Ziel. Ein Ergebnis gebe es jedoch noch nicht. Eine Frage der Summe? „Da wird auch Geld fließen”, bestätigt der Multi-Projekt-Planer.
Immerhin: Die Finanzierung des Lückenschlusses der A44 gilt als gesichert. Dass der Trassenbau teurer wird, als ursprünglich kalkuliert, davon kann man inzwischen wohl ausgehen. „Auch wegen des Gerichtsverfahrens”, sagt Hausendorf. Denn im Ergebnis seien damit doch einige Nachbesserungen verbunden. Was deren Erfüllung in Summe ausmacht, werde noch untersucht. Momentan müsse man die „Entscheidungen und Klarheiten abwarten” – und Spatenstich hin oder her: „Die Hauptarbeiten werden ohnehin erst 2010 beginnen”, sagt Hausendorf.
19:15
ist der ausbau denn jetzt gesichert?
wann soll die trasse für den verkehr freigegeben werden?
kann die fertigstellung kaum erwarten.
jeden morgen durch hösel oder homberg nach düsseldorf ist nicht grade prikeld.
03:20
Never Ending Story...