Sollen wir die Stadt verlassen?

Hauptstraßenumbau. Die Maßnahmen zum Umbau der Straße erscheinen mir überzogen, und ich lehne sie ab! Eine Sanierung der Straße in gewöhnlichem Maße wäre völlig ausreichend und für alle Beteiligten auch leichter finanzierbar.

Die Straße in der jetzigen Form genügt allen Belangen. Eigene Erfahrungen mit dem Rollstuhl zeigen, dass der laut Stadt viel zu schmale Bürgersteig breit genug ist. Im östlichen Teil der Hauptstraße wird er zudem nur wenig von Fußgängern benutzt. Ein Schutzstreifen, der als Radfahrweg gekennzeichnet wird, jedoch zum Beliefern, Ausweichen und Überholen von Autos benutzt werden darf, birgt Gefahren in sich. Auch gibt es kaum Radfahrer, die die Hauptstraße befahren. Ausflügler benutzen in der Regel den ausgewiesenen Panoramaradweg. Wurde die Anzahl der Fußgänger und Radfahrer, die die östliche Hauptstraße benutzen, jemals gemessen?

Viel schlimmer aber wiegen die horrenden Kosten, die wir gemäß KAG als Eigentümer zu tragen haben. Nun erfuhren wir, dass die KAG-Gebühren in Kürze erhöht werden sollen, obwohl sie jetzt schon zu den höchsten in NRW zählen. Laut Auskunft wird allein meine Summe fünfstellig sein. Mit solch hohen Beträgen werden viele Existenzen aufs Spiel gesetzt. Wirtschaftlich schwelgen viele Privatleute und Unternehmer der eher „leeren“ Hauptstraße nicht gerade im Wohlstand – was bekanntlich auch für die Stadt Heiligenhaus gilt. Geht man so mit seiner Bevölkerung um? Sollen die alten „Heiligenhäuser“ aus Kostengründen ihre Stadt verlassen?

Mir scheint, es wird mit den Eigentümern „gespielt“ und die Wahrheit nicht richtig dargestellt. Pläne werden verschleiert und uns im Nachhinein vorgeworfen, wir hätten uns besser informieren sollen. Eine „Prachtstraße“ lehne ich konsequent ab.