Sanierung der Herzogstraße in Heiligenhaus hat begonnen

Pascal Rosic und Eric Pehl im Bagger koffern den nördlichen Gehweg an der Ecke Mittelstraße aus.
Pascal Rosic und Eric Pehl im Bagger koffern den nördlichen Gehweg an der Ecke Mittelstraße aus.
Foto: Ulrich Bangert
Was wir bereits wissen
  • Die Herzogstraße wird seit der vergangenen Woche zwischen Laubecker Straße und Mittelstraße saniert
  • Für die Dauer der Arbeiten ist der Bereich voll gesperrt, der Verkehr wird südlich umgeleitet
  • In einem nächsten Schritt soll die Straße vor dem Immanuel-Kant-Gymnasium erneuert werden

Heiligenhaus..  Lockere Steine wechseln sich mit Asphaltbereichen ab, dazu kommen viele unebene Stellen: Der Bürgersteig auf der südlichen Seite der Herzogstraße zwischen Bergische Straße und Laubecker Straße ist im Moment nicht gut begehbar. „Hier kommt in dieser Woche eine ebene Schotterfläche hin, damit die Schüler nach den Herbstferien sicher laufen können“, kündigt Mario Rieder von städtischen Tiefbauamt an.

Nachdem neue Gas-, Wasser- und Stromleitungen sowie Leerrohre für die Straßenbeleuchtung verlegt sind, hat die Heiligenhauser Firma Küchler den Flickenteppich mit den tiefen Schlaglöchern auf der Herzogstraße entfernt. An der Ecke Bergische Straße/Mittelstraße haben gestern die Mitarbeiter damit begonnnen, den Gehweg 40 Zentimeter tief für die neue Pflasterung auszukoffern.

Umleitung über Laubecker Straße

Für die Dauer der Arbeiten ist die Herzogstraße in diesem Bereich voll gesperrt. Die Arbeiten werden dann abschnittsweise nach Osten in Richtung Gymnasium fortgesetzt. Eine Umleitung erfolgt in dieser ersten Bauphase über die Laubecker Straße, Menzelstraße und Spitzwegstraße.

Die früher überdimensionale Einmündung verwandelt sich in einen Miniaturkreisverkehr. „Mit 18 Metern Durchmesser wird das der größte Minikreisel. In die Mitte kommt eine Betoninsel mit einem fünf Zentimeter hohen Auftritt. Da können große Lkw problemlos drüber fahren, aber für einen Pkw ist das nicht schön“, so der Tiefbauingenieur.

Kreisel erhält Zebrastreifen

Als eine Besonderheit wird der Kreisverkehr Zebrastreifen erhalten. „Vielen Autofahrern ist nicht klar, dass sie beim Einfahren in den Kreisel gegenüber Fußgängern Vorrang haben, aber diese beim Ausfahren erst passieren lassen müssen“, beklagt Rieder. Er hofft, dass künftig die Kinder auf dem Weg zu Suitbertusschule den sicheren Überweg nutzen und sich damit die Überquerung der Laubecker Straße ersparen.

Die neue Herzogstraße wird in diesem westlichen Bereich alternierend angeordnete Parkbuchten und eine Verschwenkung zur Geschwindigkeitsdämpfung erhalten. Von 7 bis 17 Uhr ist das Baufeld gesperrt, danach können die Anwohner mit Autos ihre Grundstücke erreichen. „Wenn zwischendurch eine Waschmaschine geliefert wird, kann man das kurzfristig mit der Baufirma besprechen“, verweist Rieder auf das bewährte Vorgehen in der Bauphase.

Im Februar soll Abschnitt eins fertig sein.

Die soll Ende Januar/Anfang Februar beendet sein – wenn im Winter gebaut werden kann. Anschließend wird die Straßenerneuerung vor dem Gymnasium durchgeführt. Der Parkplatz des Kant-Gymnasiums kann dann über die Laubecker Straße angefahren werden. „Die noch vor einem halben Jahr angedachte Elternhaltestelle vor dem Gymnasium wird es nicht geben. Die Leute sollen ihre Kinder zu Fuß zur Schule schicken oder sie weiter weg aus dem Auto lassen. Theoretisch können sie auch auf dem Parkplatz halten“, so die Vorstellung der Straßenplaner, die zum John-Steinbeck-Park hin einen neuen Übergang schaffen.

„Die heutige Aufpflasterung bringt nicht viel: Davor wird gebremst und sofort wieder Gas gegeben.“ Künftig wird der Verkehr an dieser Stelle „ausgelenkt“. Die künftige Querungshilfe wird mit einer Breite von drei Metern und einer Länge von acht Metern recht üppig ausfallen. Aufpassen müssen die Gymnasiasten trotzdem: „Der Autoverkehr hat weiter Vorrang!“

Kosten liegen bei rund 750 000 Euro

Die Erneuerung der Herzogstraße kostet rund 750 000 Euro, die nach dem Kommunalabgabengesetz finanziert wird.

Demnach bringt die Stadt 415 000 Euro auf, die Anlieger werden für die restlichen 335 000 Euro herangezogen.

Mario Rieder geht davon aus, dass die Kosten eingehalten werden, wenn keine unliebsamen Überraschungen kommen.