Rotbraut vom Stamm Norderney

Wenn die Sonne scheint und man am Strand ist, dann vergisst man ja so einiges. Neulich waren wir auf Norderney und hatten uns den tollsten Tag dafür ausgesucht: Das Wetter war großartig, die Sonne schien, keine Wolke am Himmel, die Jacken hätten wir nicht gebraucht.


Was macht man dann, auf einer Insel, bei schönem Wetter? Das voll und ganz genießen. In der Sonne frühstücken, am Strand entlang laufen, in der Sonne Eis essen, am Strand Sonne tanken und auf der Fähre natürlich auf dem Oberdeck sitzen.


Am nächsten Morgen dann der Schreck beim Blick in den Spiegel: Ich sah aus, als ob ich gestern nicht auf Norderney, sondern bei einem Indianerstamm gewesen bin. Rote Stirn und rote Wangen, nur der Bereich rund um die Sonnenbrille weiß. „Waschbär-Alarm“, prustete meine Kollegin los, als sie mich sah. „Rotbraut vom Stamm Norderney“, taufte mich meine Begleitung, den ich gleich Rotbraun taufte. Naja, zumindest hat so wirklich jeder gesehen, dass wir schönes Wetter hatten. Ätsch.