Roboter: nicht nur Jungssache

Gleich fährt er los, nach selbst programmiertem Kurs: der Lego-Roboter der elfjährigen Maria Rachmani
Gleich fährt er los, nach selbst programmiertem Kurs: der Lego-Roboter der elfjährigen Maria Rachmani
Foto: FUNKE FOTO SERVICES
Was wir bereits wissen
Auch zwei Mädchen wagten sich unter 18 Jungs und meldeten sich für den zweitägigen Roboter-Kurs am Campus Velbert/Heiligenhaus: Sie waren begeistert.

Welches Kind träumt nicht davon, einen eigenen Roboter zusammenzubauen und programmieren zu können? Diese Möglichkeit hatten nun 20 Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 15 Jahren während eines Technikkurses im Schülerlabor des Campus Bochum – jener Hochschule, die noch bei der Firma Kiekert zu Gast ist.

Nach Vorgabe oder als Eigen-Kreation

Die zwei Mädchen und 18 Jungen hatten als Robert-Techniker alle Freiheiten. Die Roboter, die auf Geräusche, Ultraschallsignale, Berührungen und Farben reagieren,konnten nach Anleitung gebaut werden. Aber es war auch möglich, eigene Kreationen auszuprobieren.

Daran wagten sich beispielsweise die elfjährige Lena Berndt aus Lintorf und der zwölfjährige Yves Dust aus Ratingen. Sie haben nicht nur einen eigenen Roboter zusammengebaut, sondern sogar zwei Systeme miteinander vermischt. „Der Kurs ist sehr cool, da man viel dazu lernt. Man kann mit teuren Robotern experimentieren, die man sich für den eigenen Gebrauch eher nicht kaufen würde. Wir sind beide sehr begeistert von Technik an sich und haben deswegen eine neue Herausforderung gesucht. Die haben wir hier absolut gefunden, da natürlich nicht alles auf Anhieb klappt“, erzählt die technikbegeisterte Lena. „Es macht sehr viel Spaß, lange an einem Problem herumzutüfteln, um irgendwann eine Lösung zu finden.“ Und auch die elfjährige Maria Bachmani zieht ein positives Feedback aus dem Technikkurs: „Ich habe eigentlich mehr durch Langeweile teilgenommen, wurde dann aber positiv überrascht. Auch in der Schule finde ich Informatik klasse, hatte allerdings immer die Bedenken, dass das nur Jungssache sei. Auch hier sind ja mit mir nur zwei Mädchen, was ich schade finde. Es ist allerdings einfach so, dass sich Jungs eher für das Thema interessieren.“ Während der beiden Kurstage wuchs Marias Begeisterung an Technik, „gerade durch den einfachen Aufbau aufgrund der detaillierten Anleitung“, wie sie sagt. „Es macht viel Spaß, die direkten Erfolge der Programmier-Versuche zu sehen.“

Insgesamt war der Kurs des Schülerlabors, geleitet von der Dozentin Linda Wentzel, also ein großer Erfolg, abgerundet durch zwei gemeinsame Mittagessen sowie ein Labyrinth-Spiel am Ende des zweiten Tages. Eine perfekte Werbung für den Campus.