Rauchverbot total – da bleibt kein Spielraum mehr

Manfred Passenheim, Wirt der Aulen Schmet und Sprecher des Stadtmarketing-Arbeitskreises Gastronomie, bezieht Stellung zur geplanten Verschärfung des Nichtraucherschutzgesetzes. Foto: Uwe Möller WAZ FotoPool
Manfred Passenheim, Wirt der Aulen Schmet und Sprecher des Stadtmarketing-Arbeitskreises Gastronomie, bezieht Stellung zur geplanten Verschärfung des Nichtraucherschutzgesetzes. Foto: Uwe Möller WAZ FotoPool
Foto: Uwe Möller
Was wir bereits wissen
Die rot-grüne Landesregierung plant, die verbliebenen Schlupflöcher des Nichtraucherschutzgesetzes zu stopfen. Was sagt der Sprecher des Stadtmarketing-Arbeitskreises Gastronomie dazu? Die WAZ fragte nach.

1 Die Landesregierung plant, den Nichtraucherschutz ohne Ausnahmen in Gaststätten durchzusetzen. Was sagen Sie als Sprecher des Stadtmarketing-AK?

Das Wort Rauch-„Verbot“ ist schon schlimm genug. Doch nun soll gar nicht mehr differenziert werden, ob die Leute in einem Restaurant beim Essen sitzen oder ein Bier in der Kneipe trinken. Da bleibt kein Spielraum mehr.

2 Schlupflöcher oder Ausnahmegenehmigungen sind passé – was wird passieren?

Die Gäste bleiben weg, und Personal muss entlassen werden. Im schlimmsten Fall ist die Existenz des Gaststättenbetreibers (vor allem von Eckkneipen) gefährdet. Und selbst wenn die Gäste nur draußen rauchen (und quatschen) – da beschweren sich dann abends die Anwohner über die Lärmbelästigung.

3 Gibt es andere Lösungen?

In Hamburg sieht man das Ganze etwas lockerer, trotz anhaltender Diskussionen. Dort sollen Raucherclubs zum Beispiel erhalten bleiben.