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Wintersport

Radler wollen Langlauf-Loipe auf Panoramradweg verhindern

10.01.2012 | 16:15 Uhr
Radler wollen Langlauf-Loipe auf Panoramradweg verhindern

Heiligenhaus.   Die Ortsgruppe Niederberg des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) fordert eine vollständige Räumung des Panoramaradwegs im Winter. Damit reagiert sie auf die Pläne von Bürgermeister Heinisch, der den Weg im Winter zur Ski-Langlauf-Loipe umgestalten will. Die Radler wollen notfalls vor Gericht ziehen.

Statt im Schnee könnten die Pläne von Bürgermeister Dr. Jan Heinisch , den Panoramaradweg im Winter zur Ski-Langlauf-Loipe umzugestalten (WAZ berichtete), vor Gericht enden: Der ADFC Niederberg spricht sich entschieden gegen eine solche Nutzung der ehemaligen Bahntrasse aus. Dagegen wolle man notfalls klagen, kündigte der Vorsitzende Lothar Nuthmann dieser Zeitung an.

„Winterdienst statt Wintersport“ fordert er. Möglichst keine Flocke soll auf dem Panoramaradweg liegenbleiben; schon gar nicht jene 15 Zentimeter Schnee, die es nach Einschätzung Heinischs für das Ski-Vergnügen bräuchte.

„Man kann doch nicht hingehen und den Weg allen wegnehmen, für die er gebaut wurde – womöglich für Wochen und Monate“, argumentiert Nuthmann. Seiner Ansicht nach müsste die Stadt im Schnee- und Ski-Fall die Trasse nicht nur für Radler sperren, sondern auch für Spaziergänger, Schlittenfahrer, Rodler. „Das kann man als Fahrradverband nicht hinnehmen.“ Zumal ein temporärer Wegfall der Strecke Radler gefährde, die dann auf die Straßen ausweichen müssten. Nuthmann benutzt den Panoramaradweg selbst „täglich für den Weg zur Arbeit, und da bin ich nicht der Einzige“. Dort fühlten Rad-Pendler sich sicher, auf den Straßen hingegen, die sich Fahrräder und Autos teilen, habe er „immer ein ganz schlechtes Gefühl“.

Räumungspflicht oder nicht?

Lothar Nuthmann vom ADFC Niederberg spricht sich gegen die Loipe aus.

Loipen-Befürworter Heinisch betrachtet das Thema naturgemäß aus einem anderen Blickwinkel. Die Stadt wolle den Panoramaradweg niemandem wegnehmen; vielmehr ginge es darum, „die Nutzergruppe im positiven Sinne zu erweitern“. Er erklärt: „Wir wollen einen Radweg, der zu jeder Zeit das Maximale erreicht.“ Auch bei Schnee, erläutert er, müssten Skifahrer die Pedaltreter nicht verdrängen: „Der Weg ist 2,50 Meter breit. Ich denke, da bleibt genug Platz für alle.“ Außerdem wirft er eine praktische Frage in den Ring: „Wer fährt bei Schnee Rad?“ Menschen, die per Zweirad über Eis und Schnee steuerten, seien wohl Mountainbiker und „an schwierige Verhältnisse gewöhnt“.

Panorama-Radweg

Genau die allerdings will der ADFC ausschließen und verweist auf die Räumpflicht der Stadt. „Das ist ein Verkehrsweg und auch laut Beschilderung eine offizielle Route des Radverkehrsnetzes NRW“, betont Nuthmann. Zwar bestätigt Heinisch, dass laut Straßen- und Wegegesetz „grundsätzlich auf straßenbegleitenden Radwegen ein Winterdienst vorgesehen“ ist. Die Betonung liege allerdings auf dem Wort „straßenbegleitend“ – und genau das ist der Panoramaradweg nicht, schließlich verläuft er nicht entlang einer Straße, sondern stellt gewissermaßen eine eigene Straße für Radfahrer dar. Aus diesem Grund sieht der Bürgermeister keine Pflicht zum Winterdienst gegeben: „Wanderwege räumen wir ja auch nicht.“ Nuthmann widerspricht: „Es gibt ein Urteil des Bundesgerichtshof, in dem das anders gesehen wird.“ Heinisch kontert: „Dann soll er das mal konkret benennen.“

Kosten und Umweltschutz

Ein weiteres Ärgernis für Nuthmann: Der Rat habe sich nur gegen die Durchführung des Winterdienstes auf dem Panoramaradweg entschieden, um Geld zu sparen. In der Tat bestätigt der Bürgermeister, eine Räumung sei „zu teuer“. Er ergänzt allerdings: „Man darf Langlauf und Winterdienst nicht durcheinander bringen.“ Winterdienst bedeute nicht nur, Wege zu räumen, sondern auch, sie zu streuen. „Nur eins davon geht nicht.“ Hier komme der Umweltschutz ins Spiel: Auf den Straßen der Stadt kann das durch Streuen und Tau entstehende Salzwasser in die Kanäle abfließen und wird so der Klärung zugeführt. Der Panoramaradweg hingegen ist nicht kanalisiert. Heinisch stellt klar: „Es wäre so, dass wir Tonnen von Salz mitten in der Natur ausbringen würden.“

Auch einem anderen Einwand des ADFC begegnet Heinisch zunächst mit einem Ja, dem sich ein Aber anschließt: Ja, es sei zutreffend, wenn Nuthmann sagt: „Wenn an den Kreuzungen, die den Weg queren, einmal ein Lkw drüberfährt, ist die Loipe zerstört.“ Aber: Lücken im Schnee sei jeder Langläufer gewöhnt. „Da schnallt man sich halt mal kurz die Skier ab, läuft ein Stück und schnallt sie wieder an. Das ist eine Sache von Sekunden.“

Noch keine Gespräche zwischen Stadt und ADFC

Gespräche zwischen der Stadt und dem ADFC zum Thema Loipe hat es noch nicht gegeben. Heinisch weist aber darauf hin, dass der Verband in den entsprechenden Gremien mit Sitzen beteiligt sei. Darüber hinaus seien die Pläne für Langlauf durch Heiligenhaus noch nicht so konkret, dass bisher Gesprächsbedarf bestanden hätte. „Wenn die Situation sich einstellt, werden wir auch Gespräche führen“, sagt er.

Der PanoramaRadweg in Heiligenhaus

Bleibt zu hoffen, dass diese nicht erst vor Gericht stattfinden. „Wir werden versuchen, die Loipe rechtlich zu verhindern“, kündigt Nuthmann an. Der Bürgermeister sieht dem einstweilen „bedenkenlos“ entgegen. Etwaige enttäuschte Wintersportler werde er an den ADFC verweisen.

Monique de Cleur

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Kommentare
14.01.2012
15:52
Radler wollen Langlauf-Loipe auf Panoramradweg verhindern
von adfc | #8

Sehr geehrte Frau de Cleur, sehr geehrte WAZ-Redaktion Heiligenhaus.
Sie haben den Artikel „Mit Skiern auf den Bahndamm“ am Freitag, 06.01.2012 veröffentlicht.
Ich habe als Vorsitzender des ADFC Kreisverbandes Mettmann in Abstimmung mit der 1. Vorsitzenden der Ortsgruppe Heiligenhaus dazu einen Kommentar verfasst und unter unserem Kürzel „adfc“ am 08.01.2012 in Der Westen online gestellt. Gleichzeitig habe ich diese Stellungnahme an die von Ihnen zitierte Kreissprecherin Daniela Hitzemann und an alle Aktiven des ADFC in Niederberg sowie an alle Ortsgruppen und den Kreisvorstand des ADFC im Kreis Mettmann versandt.

Am Montag haben Sie, Frau de Cleur, mich telefonisch kontaktiert und mich gefragt, ob der Kommentar unter dem Kürzel adfc von uns sei, was ich bejaht habe. Daraufhin haben Sie mir Fragen gestellt und ich habe Sie nach bestem Wissen beantwortet. Am Ende unseres Gespräches habe ich noch nachgefragt, ob Sie unseren Kommentar als Pressemitteilung veröffentlichen werden. Sie haben erwidert, dass Sie den Bürgermeister Dr. Heinisch damit und mit meinen Antworten konfrontieren wollten. Ich habe dazu angemerkt, dass ich diese Verfahrenweise nicht für fair hielte, weil Dr. Heinisch schon Gelegenheit hatte sich ausführlich zu äußern und unsere Stellungnahme damit verwässert würde.

Meine Befürchtung hat sich dann am Mittwoch, 11.01.2012 mit Ihrem Artikel „Winterdienst statt Wintersport“ mehr als bewahrheitet.
Vor allem die Kernaussage - der ADFC will vor Gericht klagen - die sich wie ein roter Faden durch Ihren Artikel zieht und an mehreren Stellen immer wieder als bestimmendes Thema in den Vordergrund gerückt wird, hat vor allem in den Reihen des ADFC in Heiligenhaus und Velbert für Irritationen geführt. Gegen wen und was sollten wir denn da nach Ihrer Meinung klagen?

Auszüge aus Ihrem Artikel:
„Nötigenfalls Gang vor Gericht“ (in der Überschrift)
…„Dagegen wolle man notfalls klagen, kündigte der Vorsitzende Lothar Nuthmann dieser Zeitung an.
…„Die Radler wollen notfalls vor Gericht ziehen.“
…„Statt im Schnee könnten die Pläne von Bürgermeister Dr. Jan Heinisch, den Panoramaradweg im Winter zur Ski-Langlauf-Loipe umzugestalten (WAZ berichtete), vor Gericht enden.“
…Bleibt zu hoffen, dass diese nicht erst vor Gericht stattfinden. „Wir werden versuchen, die Loipe rechtlich zu verhindern“, kündigt Nuthmann an

Mit dem Aufbau Ihres Artikels haben Sie bei vielen den Eindruck erweckt, Heinisch, Sie und ich säßen in einer Runde zusammen und Sie hätten uns abwechselnd befragt. Richtig ist, dass ich auf Ihre Fragen geantwortet habe und Heinisch später meine Antworten kommentiert hat.

Im Vertrauen auf Gleichbehandlung möchte ich deshalb darum bitten, dass Sie meine nachfolgende Stellungnahme zu Ihrem Artikel und insbesondere zu den Einlassungen von Bürgermeister Dr. Heinisch diesmal kommentarlos abdrucken. Mit freundlichen Grüßen Lothar Nuthmann 1. Vorsitzender des ADFC Kreisverband Mettmann e.V.

In dem Artikel vom 11.01.2012 „Winterdienst statt Wintersport“ wird Lothar Nuthmann 1. Vorsitzender des ADFC Kreisverband Mettmann und aktives Mitglied in der Ortsgruppe Heiligenhaus und nicht wie behauptet als Vorsitzender des ADFC Niederberg mit Zitaten belegt wie: …„Nötigenfalls Gang vor Gericht“ (in der Überschrift) …„Dagegen wolle man notfalls klagen“,… und … „Wir werden versuchen, die Loipe rechtlich zu verhindern“,…
Richtig ist, dass ich zu keinem Zeitpunkt des Telefonats obige Zitate benutzt habe. Vielmehr hat mich die WAZ-Redakteurin Frau de Cleur einmal direkt gefragt, ob der ADFC nötigenfalls vor Gericht ziehen würde. Ich habe geantwortet, dass jede Möglichkeit eine Loipe auf dem Panoramaradweg Niederbergbahn (PRN) zu verhindern, wahrgenommen werden wird und habe sofort als Beispiel die Information des zuständigen Landesministeriums ins Gespräch gebracht. Der PRN hätte nämlich ohne die Millionen Euro Fördergelder aus dem Topf des Allenradweg-Programms NRW gar nicht gebaut werden können. Wenn Heinisch seine Pläne verwirklichen könnte, würde das bedeuten, dass Fußgänger und Radfahrer einen verkehrswichtigen innerstädtischen Geh- und Radweg nicht mehr benutzen dürfen. Hier die Stellungnahme zu den Kommentaren von Bürgermeister Dr. Heinisch:
Heinisch am 11.01.12: Die Stadt wolle den Panoramaradweg niemandem wegnehmen; vielmehr ginge es darum, „die Nutzergruppe im positiven Sinne zu erweitern“. Er erklärt: „Wir wollen einen Radweg, der zu jeder Zeit das Maximale erreicht.“ Auch bei Schnee, erläutert er, müssten Skifahrer die Pedaltreter nicht verdrängen: „Der Weg ist 2,50 Meter breit. Ich denke, da bleibt genug Platz für alle.
Heinisch am 06.01.12: „Zwei Spuren soll es geben für Skiverkehr in beide Richtungen.“
Nuthmann: Ein Radfahrer braucht alleine mindestens 150cm Platz, wenn nach beiden Seiten ein Sicherheitsabstand von 25 cm verbleiben soll. Wie funktioniert das im Schnee?
Heinisch am 11.01.12: „Wer fährt bei Schnee Rad?“
Nuthmann: Auch wenn die Vorstellungskraft anscheinend nicht ausreicht. Wir Alltagsradler und genau die MTBler die dann die Loipen zerfurchen und damit unbrauchbar machen werden. Besser wäre auf einem geräumten Radweg durch eine verschneite Landschaft zu fahren. Gegenfrage: Wer fährt bei Schnee Auto, wenn nicht geräumt wird?
Heinisch am 11.01.12: …sieht keine Pflicht zum Winterdienst gegeben: „Wanderwege räumen wir ja auch nicht.“
Nuthmann: Einen Wanderweg mit einem innerörtlichen verkehrswichtigen Geh- und Radweg zu vergleichen, bezeichne ich als unsachlich „Es gibt ein Urteil des Bundesgerichtshof, in dem das anders gesehen wird.
Heinisch am 11.01.12: „Dann soll er das mal konkret benennen
Nuthmann: Hier das Aktenzeichen: III ZR 8/03. Spätestens wenn der erste Mensch zu Schaden kommt und das kann auch ein Fußgänger sein, wird ihm das Urteil auf die Füße fallen. Aber zahlen werden die Steuerzahler.
Heinisch am 11.01.12: eine Räumung von Schnee und Eis sei „zu teuer“.
Nuthmann: Heiligenhaus ist eine HSK-Kommune. Darf also kein Geld für freiwillige Leistungen ausgeben. Eine Loipe herrichten kostet Geld. Hier sollen also Finanzmittel, die die Stadt nicht hat, für ein Event ausgegeben werden, bei dem man noch nicht einmal weiß, wie lange es dauert. Winterdienst ist eine Pflichtaufgabe, für die man angeblich kein Geld hat. Das passt nicht zusammen.
Heinisch am 11.01.12: Auf den Straßen der Stadt kann das durch Streuen und Tau entstehende Salzwasser in die Kanäle abfließen und wird so der Klärung zugeführt. Der Panoramaradweg hingegen ist nicht kanalisiert. Heinisch stellt klar: „Es wäre so, dass wir Tonnen von Salz mitten in der Natur ausbringen würden.“
Nuthmann: Eine Ausrede! § 3 (3) letzter Halbsatz der Straßenreinigungssatzung der Stadt Heiligenhaus lautet: …wobei abstumpfende Mittel vorrangig vor auftauenden Mitteln einzusetzen sind. Keine einzige Tonne Salz ist nötig, wenn sich die Stadt an ihre eigene Satzung halten würde und nach der Räumung abstumpfende Mittel einsetzt, die bei dem PRN völlig ausreichen.
Heinisch am 11.01.12: Lücken im Schnee sei jeder Langläufer gewöhnt. „Da schnallt man sich halt mal kurz die Skier ab, läuft ein Stück und schnallt sie wieder an. Das ist eine Sache von Sekunden.“
Nuthmann: Heinisch will also doch den Geh- und Radweg sperren, weil sonst die Lücken in der zertrampelten und zerfurchten Loipe so überhand nähmen, dass man besser ohne Skier gleich zu Fuß geht. Die rot-weißen Schikanen in Form von Gängelsperren werden die Skierfahrer dann wohl genauso wenig erfreuen wie vorher die Fuß- und Radfahrer und aus Sekunden werden dann schnell Minuten und Stunden.
Heinisch am 11.01.12: Gespräche zwischen der Stadt und dem ADFC zum Thema Loipe hat es noch nicht gegeben. Heinisch weist aber darauf hin, dass der Verband in den entsprechenden Gremien mit Sitzen beteiligt sei.
Nuthmann: Ich wüsste gerne welche Gremien das sein sollen und wer vom ADFC dort vertreten ist?
Heinisch am 11.01.12: Etwaige enttäuschte Wintersportler werde er an den ADFC verweisen.
Nuthmann: Vom ADFC bekommt er dann die enttäuschten Radfahrer.
Wie wäre es denn, wenn der zweispurige in Zukunft verkehrszuberuhigende Teil der Hauptstraße in Heiligenhaus mit dem gesammelten Schnee aus der ganzen Stadt auf einer Fahrspur als Loipe ausgebaut würde. Auf Skiern durch die Heiligenhauser Innenstadt zu gleiten, das hätte etwas. Etwas Besonderes. Das würde wahrscheinlich sogar Menschen in die Heiligenhauser Innenstadt locken, die vorher noch kein Einzelhändler hier gesehen hat. Da bleibt dann immer noch genug Platz für Autos und niemand muss außen vor bleiben. Dabei geht es doch, wenn man einen ehrlichen Blick auf Wetterstatistiken wirft, allenfalls um ein paar Tage oder wenige Wochen im Jahr. Wenn dann der Winterdienst statt Schnee auf irgendwelche Parkplatze oder Bürgersteige zu räumen diesen immer fleißig herbeikarrt, könnte man das Vergnügen sogar noch verlängern. Wer sagt denn eigentlich, dass sich unter den Autofahrern nicht auch einige Skifreunde befinden?

13.01.2012
08:37
Radler wollen Langlauf-Loipe auf Panoramradweg verhindern
von dorfbeobachter | #7

Test: gestern 19-21.00 bei leicht regnerischem Wetter den kompletten Weg abgefahren. Es waren immerhin noch 60 menschen unterwegs, die meißten in den Ortskernen von Velbert und Heiligenhaus.
Tolle Sache, das Ganze.
Wie gasegt, Loipe als Ausnahmeevent, warum nicht. Die Vermarktung der Strecke und der Städte, die sie geschaffen haben profitiert davon (und somit wir alle).
Aber die Verkehrssicherungspflicht sollte nicht vernachlässigt werden. Wir Bürger sind angesichts der haushaltslage nicht anspruchsvoll, es muss nicht jedes Blatt und jede Flocke sofeort verschwinden, wir brauchen auch keine beheizbaren Rampen. Aber so einfach, wie der Bürgermeister sich das vorstellt, einfach gar nicht räumen, so wird es nicht gehen.

11.01.2012
22:21
Radler wollen Langlauf-Loipe auf Panoramradweg verhindern
von metropol | #6

Heljens war bisher führend beim Ausbau des Radwegs. warum will es sich nun um den Winterdienst drücken?
Der Radweg ist auch Schulweg und Verkehrsfläche, warum soll der nicht geräumt werden, wenn es die letzte Anliegerstraße verdient hat?

11.01.2012
19:26
Radler wollen Langlauf-Loipe auf Panoramradweg verhindern
von truckerchen | #5

Warum einen Radweg sperren und nicht eine Straße? Warum sind Radfahrer im Winter immer die "Gelackmeierten"? Für viele Leute ist Radfahren gleichbedeutend mit Freizeittouren, aber immer mehr Menschen nehmen auch im Alltag das Fahrrad, um damit z.B. zur Arbeit zu gelangen. Diesen wird hier einfach in die Suppe gespuckt, weil man von sich auf andere schließt, wenn man meint, im Winter würde kein Rad gefahren.

Und zu #4:
Was würde der ADAC wohl dazu sagen, wenn im Winter einfach eine wichtige Straße gesperrt werden würde, um sie für den Freizeitsport nutzen zu können?

Loipen kann man auch auf Feldern spuren.

11.01.2012
15:56
Man kann doch nicht hingehen und den Weg allen wegnehmen
von amarillyon | #4

Nein, Die Fahrrad-Lobby will den Weg anderen (in diesem Fall Skilangläufern) nicht wegnehmen - sondern gänzlich VORENTHALTEN!?

Hier versucht eine missgünstige Lobbygruppe mit "aller Gewalt" ihre Interessen durchzusetzen.
Dieses Gebaren seitens des ADFC erinnert mich irgendwie an Orwells "Animal Farm…

1 Antwort
Radler wollen Langlauf-Loipe auf Panoramradweg verhindern
von radfahreraufdiefahrbahnen | #4-1

Äh, wer versucht denn mit aller Gewalt eine Schnapsidee durchzusetzen? Doch wohl der Bürgermeister, der hier seine Privatinteressen auf Kosten der Öffentlichkeit ausleben will. Und zum Thema Vorenthalten: Wenn der Weg wirklich *NUR* 2,50m breit ist, ist dies gerade mal ausreichend für einen Zweirichtungsradweg. Da passen keine Langläufer und Radfahrer gleichzeitig drauf, entweder die Einen oder die Anderen. Das steht auch so in den Verwaltungsrichtlinien, von denen der Herr Bürgermeister offensichtlich auch keine Ahnung hat. Aber umso weniger Ahnung, desto lauter schreien. Kennt man ja schon von Guttenberg, Wulff und co. Peinlich, Herr Heinisch!

11.01.2012
15:44
Radler wollen Langlauf-Loipe auf Panoramradweg verhindern
von dorfbeobachter | #3

Beide haben recht:
1. Wenn, was aber auch trotz des letzten Winters in Niederberg nur alle paar Jahre passiert, "dick Schnee" angesagt ist und die Wetterlage stabil scheint, ist nichts gegen eine konsequente Sperrung des Panoramaradwegs (es gibt überschaubar viele Zufahrten) zu sagen. Radfahrer erreichen den Weg dann schon nicht, weil die zulaufstrecken viel zu gefährlich oder gar nicht befahrbar sind.
Außerdem haben die Räumdienste dann, in echten Ausnahmesituationen, wirklich wichtigesres zu tun.
Warum dann nicht einfach den Spaß gönnen, dass irgendwelche Verrückte Langlauf fahren?
2. In den übrigen Zeiten, also wenn mal ein paar Flocken fallen, sollte die Stadt Heiligenhaus, die sich bisher hervorragend, wenn nicht ideengebend für dieses Projekt engagiert hat, sich nicht aus dem Winterdienst "mogeln". Klar, dass der Radweg nicht als erstes geräumt wird.
3. Im Übrigen wird auf allen Landstraßen, und gerade dort in großen Mengen, Salz gestreut, ohne, dass es eine Kanalisation oder gar eine Klärung gäbe, das weiß sicher auch der Bürgermeister.
4. Radfahrer, die im Winter fahren sollten sich niemals auf die öffentliche Ordnung verlassen, sondern vorsichtig fahren.
5. Vor Gericht sollte das schöne Projekt doch wohl nicht ernsthaft landen.

11.01.2012
14:16
Radler wollen Langlauf-Loipe auf Panoramradweg verhindern
von Habakuk | #2

Herr Nuthmann,

sie wissen aber schon, dass die Räumpflicht einer Stadt schon gar nicht vor dem BGH verhandelt werden kann. Der BGH ist nur für Straf- und Zivilrechtssachen zuständig. Die Räumpflicht einer Kommune ist jedoch eine Sache des Öffentlichen Rechts, insofern ist nach allen Ansichten der Verwaltungsrechtsweg eröffnet.

1 Antwort
Radler wollen Langlauf-Loipe auf Panoramradweg verhindern
von adfc | #2-1

Hallo Habakuk,
Sie haben recht. In dem vorliegenden Fall ist die Stadt von einer Radfahrerein verklagt worden, weil sie auf einem nicht geräumten Geh- und Radweg zu Schaden gekommen ist. Hier das Aktenzeichen zu Ihrer Information: III ZR 8/03

11.01.2012
09:59
ADFC will Langlauf-Loipe verhindern
von Buerokrat | #1

„Wir werden versuchen, die Loipe rechtlich zu verhindern“, kündigt Nuthmann an.

Schade, dass eine tolle Idee des Bürgermeisters so torpediert wird. Ob Herr Nuthmann mit seinem Verhalten dem ADFC einen Gefallen getan hat, wage ich zu bezweifeln.

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