„Psycho“ unter der Dusche

Musik begleitet mich überall hin. In die Bahn auf dem Weg zur Uni, im Auto und sogar unter die Dusche. Aus kleinen Lautsprechern dröhnen die Lieder durchs Badezimmer. Zwar verschwimmt der ein oder andere Ton mit dem Rauschen des Wassers, doch in den Brause-Pausen beschallt mich die Musiksammlung meines Handy in voller Lautstärke.


Allein unter der Dusche zu singen war mir immer peinlich, nun stimmen Alanis Morissette, AC/DC und Phil Collins mit ein. Eigentlich endete meine Playlist immer nach dem sympathischen Herrn mit Glatze, diesmal lief sie weiter. Unbemerkt hatte sich eine Audiospur des Horrorklassikers „Psycho“ aufs Handy geschlichen. Das gute Stück brauchte ich für die Uni und hatte zuvor extra noch mit einem kräftigen Schrei unterlegt. Dieser dröhnte markerschütternd plötzlich durch das Bad und ließ mir das Blut in den Adern gefrieren.


Mit dicker Gänsehaut stand ich unter der warmen Dusche und versuchte den Ton einzuordnen. Das wohlige Spa Erlebnis wurde zum schwarz-weißen Horrortrip. Um bösen Überraschungen vorzubeugen, lade ich beim nächsten mal lieber nur ein „Benjamin Blümchen“-Hörbuch aufs Handy.