Presskütz und Porkelsieser

Heiligenhaus..  Das Heljens-Wörterbuch wächst weiter – dank der WAZ-Leser, die uns fleißig schreiben. Heute folgt der dritte Teil.

Presskütz: Abfall, der beim Pressen entsteht. Dieser und die folgenden Begriffe aus der Schloss- und Beschläge-Industrie sind verzeichnet in Band 5 des Cis Hilinciweg.


Schrom: Feilstrich; der Abfall, der beim Feilen entsteht.

Beitel: Der s-Laut des Hochdeutschen Meißels wird zum t.


Ohligpott: Auf Platt kommt er etwas rustikaler daher, der Öltopf.

Schlot: das Schloss. Daher stammt auch der berühmte Schlotschmed; der Schlosser. Dessen letzter Teil, Schmet, für die Schmiede steht.

Stempelsmeiler: Werkzeugmacher. Der Wortteil Stempel rührt daher, dass Werkzeuge früher aus einem Block Stahl heraus gearbeitet wurden. Anschließend wurde der Block in eine Presse gespannt und gedrückt.

Porkelsieser: das Stocheisen. Damit wurde im Feuer herumgestochert, damit es wieder richtig brennt. Weil das zu Hause oft die Frauen machten, bezeichnet Porkelsieser im übertragenen Sinne auch eine zänkische Frau.

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