Partnerschaft „müssen wir wachhalten“

Gäste aus Meaux im Museum Abtsküche (vorne, von links): Jeanine Connillon, Maryre Allard, Uschi Klütze, (hintere Reihe von links): Jean Baptiste Carrere, Francoise Carrere, Reinhard Schneider und Jacque Coté.Foto:Fritz Baum
Gäste aus Meaux im Museum Abtsküche (vorne, von links): Jeanine Connillon, Maryre Allard, Uschi Klütze, (hintere Reihe von links): Jean Baptiste Carrere, Francoise Carrere, Reinhard Schneider und Jacque Coté.Foto:Fritz Baum
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Was wir bereits wissen
Europäische Partnerstädte hatten schon mal bessere Kontakte – auch zwischen Meauxund Heiligenhaus. Drei Stimmen zum internationalen Dialog.

Immer wieder ist zu lesen: Der Austausch mit ausländischen Städten war schon mal aktiver. Städte können diesen „Luxus“ kaum subventionieren, und die Vereine, die das mit ehrenamtlichem Engagement auffangen sollen, finden schwer Nachwuchs. Das gilt auch für die Verbindung Heiligenhaus-Meaux, die sich zum 45. Male jährt. Anlässlich einer Zusammenkunft von Akteuren aus beiden Städten fragte die WAZ nach einer Zwischenbilanz.

„Ich finde, es läuft gut. Aber wir müssen schon daran arbeiten“, sagt Bürgermeister Dr. Jan Heinisch. „Wir müssen den Austausch permanent wachhalten, sonst schläft das ein.“ Als Erfolge zu verbuchen seien trilaterale Gedenktage wie der zum Ersten Weltkrieg, der 2014 in Meaux mit französischen, englischen und deutschen Jugendlichen begangen wurde. Auch in Kulturausschuss und Vereinen gebe es „einige Aktive“.

„Aber es geht vor allem darum, neue Vereine für den Austausch zu gewinnen“, sagt Heinisch weiter. „Bisher hat noch jeder am Austausch Spaß gehabt. Es braucht nur die Überwindung: Ich wage das mal.“ Hemmschwelle sei oft die (vermeintliche) Sprachbarriere. Ein Austausch sei auch mit Händen und Füßen machbar und der Mühe wert, sagt Heinisch, der die Partnerstadt selbst schon oft erlebt hat – allerdings auch ein ausgezeichnetes Französisch spricht.

Auf Meldoiser Seite ist 2014 mit Pierre Leprette eine der treibenden Kräfte des Austauschs gestorben, bedauert Maryse Allard, die sich lange intensiv für den Austausch engagierte und als Gattin des langjährigen Vorsitzenden des Meldoiser Partnerschafts-Komitees einen Überblick hat.

Auch in Meaux werden die Aktiven älter. Sie selbst zieht sich aus dem Partnerschafts-Komitee zurück, um ihren Platz für Jüngere zu räumen, wie sie sagt. „Vielleicht bringen die ein paar neue Ideen.“ Das Komitee in Meaux hat kürzlich seine Satzung geändert, um jüngere Leute zuzulassen, sagt Allard. Auf die Nachfrage, ob es denn heute oder vor zehn Jahren besser lief, wird sie etwas einsilbig und gibt ganz die Gallierin: „Alles läuft sehr gut.“ Uschi Klützke vom Heiligenhauser Komitee ergänzt auf Französisch, auf privater Ebene laufe der Austausch nach wie vor rund.