Neue Umzugspläne für Heiligenhauser Grundschule

Das Schulgebäude in der Unterilp bietet viel Platz – vielleicht ein neuer Standort für die Regenbogenschule aus der Oberilp.
Das Schulgebäude in der Unterilp bietet viel Platz – vielleicht ein neuer Standort für die Regenbogenschule aus der Oberilp.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Regenbogenschule könnte von der Oberilp in die Unterilp verlegt werden. Erste Gespräche mit der Schulleitung haben bereits stattgefunden.

Heiligenhaus..  Weitreichende Folgen hat der em­pfehlende Beschluss des Sozialausschusses, das ehemalige Schulgebäude am Sportfeld an das Land NRW zu vermieten (wie berichtet soll dort eine Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge entstehen). Denn damit ist zum Beispiel der Plan der Grundschule Regenbogen aus der Oberilp vom Tisch und auch die Überlegungen, andere Institutionen wie die VHS in dieses Gebäude zu verlagern.

Stattdessen hat die Stadt Heiligenhaus der Oberilper Grundschule angeboten, in das Grundschulgebäude in der Unterilp umzuziehen. Dies bestätigte Bürgermeister Dr. Jan Heinisch auf Nachfrage im Ausschuss für Soziales.

Der Vorschlag sei von der Schulleiterin Ellen Schieferstein positiv aufgenommen worden, erklärt Heinisch unserer Zeitung: „Frau Schieferstein ist da sehr offen für Diskussionen.“ Man müsse schließlich dem räumlichen Problem der Regenbogenschule Rechnung tragen, sagt Heinisch. „Wenn wir alles so lassen, wie es ist, ist keinem geholfen.“ In der Unterilp sei mehr Platz für die Schule, „vielleicht lässt sich auch noch die Hausmeisterwohnung mitnutzen.“ Eine Sporthalle sei direkt nebenan und außerdem ein Bolzplatz.

Das ehemalige Grundschulgebäude wieder für einen regulären Schulbetrieb herzurichten, darin sieht der Bürgermeister kein wesentliches Problem. Für die im Gebäude Unterilp ansässigen Vereine und Institutionen müssten allerdings neue Lösungen gefunden werden. Und für das dann leer gezogene Schulgebäude Oberilp stellt Jan Heinisch noch einmal klar: „Als Flüchtlingsunterkunft ist das keine Option.“

Vielmehr werde die Stadt versuchen, über einen Förderantrag eine andere Nutzung des Gebäudes im Ortsteil anzustoßen – gemeinsam in der Diskussion mit den dortigen Vereinen und sozialen Einrichtungen. Zur Erinnerung: Verschiedentlich waren in der Vergangenheit bereits Mittel beispielsweise aus EU-Fördertöpfen für Projekte in den Bereichen Jugendförderung und Migrantenbetreuung geflossen. Welche Art Förderung der Verwaltung jetzt vorschwebt, möchte Heinisch noch nicht sagen: „Denn erst einmal haben die politischen Gremien zu entscheiden, ob und wie ein Schulumzug stattfinden kann und wird. Das Projekt ist ein ziemliches komplexes.“

Der zuständige Ausschuss für Bildung und Sport wird die Fachberatungen aus den Gremien Soziales und Immobilien weiter entwickeln. Dieser Ausschuss tagt am 16. April.