Neue Sanitätshelfer der Feuerwehr

Sie kommen, wenn der nächste Rettungswagen länger braucht: Ein Team aus Ersthelfern der Feuerwehr leitet im Notfall erste Maßnahmen ein, bis der Rettungsdienst eintrifft. Seit nunmehr zehn Jahren überbrücken die „First Responder“ in Heiligenhaus wertvolle Zeit – und schrieben eine Erfolgsgeschichte. An den vergangenen Wochenenden ließen sich vier neue Kameraden zum Sanitätshelfer ausbilden.

Bei einem Notfall sind Patienten in Heiligenhaus oft irritiert, wenn die Feuerwehr vor der Tür steht. Tagsüber stellt ein Team mit dem Löschfahrzeug und in der restlichen Zeit ein Team mit mehreren Einsatz-Pkw die sogenannten „Erstversorgungen“ sicher. Diese sind nötig, wenn der eigene Rettungswagen bereits im Einsatz ist und sich ein weiterer Notfall in der Stadt ereignet. Seit nunmehr zehn Jahren fahren die „First Responder“ nun schon in Heiligenhaus.

„Bei vielen Notfällen geht es um wertvolle Minuten, gar um Sekunden“, erklärt Teamleiter Michael Schäfer. „Diese Zeit überbrücken wir mit ersten Maßnahmen.“ Die Retter fahren mit den Pkw von zu Hause direkt zum Patienten und helfen, bis der Rettungsdienst aus einer Nachbarstadt eintrifft. Neben der Erstversorgung spielt auch der soziale Aspekt eine Rolle: „Die Leute sind beruhigt, wenn jemand da ist, der sich um sie kümmert.“

An drei Wochenenden durchliefen die ehrenamtlichen Feuerwehrmänner einen 40-stündigen „San-A“-Lehrgang bei der DLRG in Duisburg. Jetzt folgte der Abschluss-Test mit dem Ergebnis: alle bestanden. Damit ist jedoch nicht Schluss: In naher Zukunft folgt der Aufbaulehrgang zum „Sanitäter“. Regelmäßig müssen sich die Kräfte fortbilden. Dies geschieht ausschließlich in ihrer Freizeit, denn die Feuerwehr Heiligenhaus ist eine rein ehrenamtliche Feuerwehr.