Neue Rohre für Gas und Wasser in Heiligenhaus

Die Stadtwerke sanieren derzeit die Gas- und Wasserrohre in der Hauptstraße im Abschnitt zwischen Bahnhof- und Jahnstraße.
Die Stadtwerke sanieren derzeit die Gas- und Wasserrohre in der Hauptstraße im Abschnitt zwischen Bahnhof- und Jahnstraße.
Foto: Heinz-Werner Rieck
Was wir bereits wissen
Ein Blick auf die Baustelle auf der Hauptstraße zwischen Bahnhof- und Jahnstraße. Hier dürfen nur Anlieger durch – doch kaum einer hält sich dran.

Heiligenhaus..  Zur Trödelmeile beim Stadtfest im Juni ging’s zu Fuß die gesperrte Hauptstraße hoch – und die nur sporadisch auftauchenden Baustellenabsperrungen ließen bei manch einem Heiligenhauser Bürger tatsächlich die Hoffnung aufkeimen, dass die Kanalarbeiten erledigt seien. Aber dem ist bei weitem nicht so. Noch bis zum Jahresende werden Bagger das Bild der Hauptstraße zwischen den Abzweigungen Bahnhof- und Jahnstraße prägen. Und danach wird es in Abschnitten weiter Richtung Oberstadt gehen.

War die Sanierung der Abwasserkanäle in der Hauptstraße im ersten und zweiten Bauabschnitt noch komplett im Inlinerverfahren erfolgt, also unterirdisch und deshalb mit nur wenigen Straßenaufbrüchen verbunden, müssen die Stadtwerke Heiligenhaus dagegen Stück für Stück Straßendecke aufbrechen, um an ihre Kanäle zu gelangen. Erneuert werden vom Versorger die Gas- und Wasserleitungen. „Die Wasserleitungen in diesem Bereich sind über 100 Jahre alt“, weiß Michael Krahl, Leiter der städtischen Tiefbauabteilung, zu berichten.

Vor dem Anschließen wird eine Keimprobe des Wassers entnommen

Dass Außenstehende häufig den Eindruck haben, längere Zeit passiere auf der Baustelle nichts, habe mit einem besonderen Umstand zu tun, klärt Krahl auf: „Bevor die neuen Wasserleitungen an die Häuser angeschlossen werden, wird immer eine Keimprobe entnommen, um die Wasserqualität zu prüfen. Immerhin handelt es sich ja um Trinkwasser, da geht Sicherheit vor.“ Und die Auswertung der Probe dauere eben drei Tage. So lange könne natürlich am betreffenden Abschnitt nicht gearbeitet werden. Die Arbeiten gingen aber an anderer Stelle weiter.

Die Verkehrsteilnehmer müssen sich derweil Woche für Woche auf veränderte Spurführungen einstellen. Mal kann man von der Bahnhofstraße nicht auf die Hauptstraße abbiegen, mal ist die Wülfrather Straße nicht durchgängig befahrbar. Generell gilt allerdings: Dort dürfen nur Anlieger fahren.

Am gestrigen Dienstag stand Michael Krahl mit dem Bezirksbeamten Andreas Piorek längere Zeit im aktuellen Bauabschnitt und stellte fest: „Es fahren viel zu viele Autos durch. Das sind auf keinen Fall alles Anlieger.“ Und: „Tempo 30 beherzigen die wenigsten.“

Dass Anwohner sich da über Steinchen, die von Autofahrern hoch gewirbelt werden, beschweren, kann Krahl angesichts der überhöhten Geschwindigkeit nachvollziehen. Andererseits gibt der Tiefbauexperte zu bedenken: „Das ist eben eine Baustellenstraße. Wir erstellen da keinen Qualitätsasphalt.“ Löcher werden von der Baufirma schnellstmöglich verfüllt, „eine Gefahr von Beschädigungen für anliegende Geschäfte sehe ich aber nicht.“