Neue Radartechnik im Test

An der Tillmannsdorfer Straße in Wülfrath-Düssel kommt die neue Radartechnik bereits zum Einsatz.
An der Tillmannsdorfer Straße in Wülfrath-Düssel kommt die neue Radartechnik bereits zum Einsatz.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Der Kreis möchte nach und nach die alten Starenkästen gegen High-Tech-Modelle austauschen. Vier Anlagen gibt’s im Stadtgebiet.

Heiligenhaus..  Wer mit dem Auto zu schnell unterwegs ist, sollte auf ein Blitzlichtgewitter gefasst sein. Vor allem, wenn man zu rasant eine der 24 stationären Messstellen im Kreisgebiet passiert. In der Nachbarstadt Wülfrath kommt dazu seit kurzem im Ortsteil Düssel Radartechnik der jüngsten Generation zum Einsatz. „Das ist der erste Standort dieser Art“, so Kreissprecherin Daniela Hitzemann.

Das säulenartige High-Tech-Modell in der 30er-Zone an der Tillmannsdorfer Straße soll im Kreis Mettmann jedoch kein Einzelfall bleiben. „Nach und nach möchten wir alle Messanlagen im Kreis austauschen“, kündigt Daniela Hitzemann auf Anfrage der WAZ an.

Davon betroffen sind auch die vier Starenkästen im Heiligenhauser Stadtgebiet. Seit gut zwei Jahrzehnten wird die Geschwindigkeit in Heiligenhaus stationär überwacht. Derzeit sind Messanlagen an Pinner Straße, Velberter Straße, am Nordring und in Hofermühle installiert. Wann genau die alten Kästen durch die modernen, rund zweieinhalb Meter großen, Säulen ersetzt werden sollen, steht noch nicht fest. Pro Jahr könnten aber zwei bis drei der grau-grünen Starenkästen verschwinden. Welche Blitzanlagen auf der Prioritätenliste ganz oben stehen, ist noch nicht bekannt.

Pro Messanlage schlägt die neue Technik mit 40 000 Euro zu Buche. Dazu kommen noch die Kosten für die Messsäule selbst. Mit 65 000 Euro Gesamtkosten pro Gerät wie in Düssel sei aber nicht zu rechnen, erklärte Hitzemann. Denn dort war die Anlage komplett neu errichtet worden – inklusive Stromanschluss.

Weniger reparaturanfällig

Die Vorteile der neuen Technik liegen für die Kreissprecherin auf der Hand. Unter anderem seien die säulenartigen Modelle unabhängig von den im Asphalt eingelassenen Messschleifen, weniger reparaturanfällig und voll elektronisch. „Zukünftig besteht so auch die Möglichkeit der elektronischen Übermittlung“, sagt Daniela Hitzemann. Die neue Radartechnik soll zudem die Geschwindigkeitsmessung in Kurvenbereichen vereinfachen. Das, was derzeit nur bei den mobilen Messungen in den beiden Fahrzeugen des Kreises möglich ist, kommt dann in allen zehn Kreisstädten stationär zum Einsatz.

Mit dem Einsatz der Radartechnik übernimmt der Kreis Mettmann eine Vorreiterrolle. „Wir müssen mit der Zeit gehen.“ Sprecherin Daniela Hitzemann ist sich aber sicher, dass auch andere Kreise und Kommunen über kurz oder lang nachziehen werden.