Neue Erfahrungen sammeln
15.02.2012 | 19:00 Uhr 2012-02-15T19:00:00+0100
Heiligenhaus. Paula Gerlach absolviert ihr Schul-Praktikum im Waldhotel.
Paula Gerlach kommt gerade vom Tisch decken, ist aber trotz fünf Stunden Arbeit relativ entspannt. Die 15-Jährige macht zurzeit ihr zweiwöchiges Schüler-Betriebs-Praktikum im Waldhotel Heiligenhaus. „Die Arbeit im Bereich Service gefällt mir besonders“, sagt sie, „weil ich darauf hoffe, bald auch Gäste bedienen zu dürfen.“
In der ersten Woche arbeitete die Heiligenhauserin zunächst im Bereich Küche. „Ich durfte Gemüse aller Art schälen und schneiden sowie Teller polieren“, berichtet Paula. Das entspreche noch nicht ganz ihren Erwartungen an ihren Berufswunsch. Die Schülerin will mehr, hofft auf neue Herausforderungen. Gerichte zubereiten oder Gäste bedienen, darauf freut sie sich.
Nun, in der zweiten Woche ist die Neuntklässlerin im Bereich Service eingeteilt. „Bis jetzt habe ich Gläser poliert und Tische gedeckt“, erzählt sie von ihrem ersten Tag im Gastraum. Die Gymnasiastin ist positiv gestimmt: Wieder etwas Neues! Musik spielt angenehm im Hintergrund, während Paula die Gläser an der richtigen Stelle platziert.
Andere Zeiten
„Das Praktikum im Waldhotel ist gut gewählt, denn die Menschen sind hier sehr nett“, findet Paula. Die persönliche Atmosphäre stimme. Außerdem hat Paula schon mehrere andere Praktikanten im Waldhotel getroffen, die sie nicht kannte. Die wollen ihre Arbeit auch sorgfältig erledigen. Mit ihnen darf sie jetzt zusammenarbeiten. Das funktioniere prima und mache Spaß, berichtet Paula.
In der ersten Woche hat sie von 10 bis 15 Uhr gearbeitet. Anders als ihre Schulzeiten, dennoch konnte sie ihren Hobbys nur am Wochenende nachgehen: Reiten. Den Querflötenunterricht musste sie verschieben und den Leichtathletik-Club ganz ausfallen lassen. Aber das macht nichts. Außerdem: „In der zweiten Woche ist es besser, weil ich von 8 bis 14 Uhr arbeite.“
Auch die Praktikanten müssen im Service Uniform tragen: eine weiße Bluse, eine schwarze Hose und schwarze Schuhe. „Die schwarze Weste und die Krawatte wurden mir hier gestellt“, zeigt Paula ihre Accessoires.
Andere Anforderungen
Das Praktikum gefalle ihr, weil die Umgebung und das Menschliche stimmen, aber sie könne sich so etwas in dieser Richtung nicht als Beruf vorstellen. Eine Idee für später hat sie aber noch nicht.
Die Einrichtung, von der Schule aus ein Praktikum zu absolvieren, findet Paula sehr gut, weil sie Berufserfahrungen sammelt und in andere Berufsbereiche Einblick erhält. „Ich habe beispielsweise gelernt, wie man mit anderen Leuten im Team wunderbar zusammenarbeiten kann.“
Elke Thierbach, Personalchefin im Waldhotel, sieht zunächst keinen großen Unterschied zwischen Praktikanten und Auszubildenden. Obwohl beide völlig betriebsfremd sind, dürfen sie von Anfang an schon bei vielen Dingen mithelfen. Bei den Azubis stünde dann allerdings das Kennenlernen der Abteilungen naturgemäß im Vordergrund.
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