Mit Lichterzug und Messe „op Platt“

Mit dem Schweine-Mittwoch auf dem Kirchplatz sorgt der Arbeitskreis Gastronomie in Heiligenhaus für einen schmackhaften Karnevalsauftakt. Die kostümierten Damen schunkelten sich in Stimmung.
Mit dem Schweine-Mittwoch auf dem Kirchplatz sorgt der Arbeitskreis Gastronomie in Heiligenhaus für einen schmackhaften Karnevalsauftakt. Die kostümierten Damen schunkelten sich in Stimmung.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Ein Überblick auf die Karnevals-Attraktionen in den Städten des Neanderlandes – einschließlich des ganzjährig geöffneten Karneval-Museums in Hilden.

Wenn im Februar im Rheinland wieder die Narren los sind, blicken viele nur auf die Karnevalsmetropolen Köln und Düsseldorf. Doch die fünfte Jahreszeit ist auch und gerade im Neanderland ein besonderes Erlebnis.

Fernab vom Trubel und der Hektik in überfüllten Großstädten bieten die Karnevalsumzüge und Veranstaltungen in den Neanderland-Städten ein ebenso fröhliches, aber deutlich beschaulicheres rheinisches Narrentreiben. Die Umzüge verlaufen größtenteils durch historische Stadtkerne, und die Jecken können im gemütlichen Altstadt-Ambiente schunkeln und feiern.

Mit ihren Traditionsvereinen und gut besuchten Rosenmontagsumzügen zählen Monheim am Rhein und Ratingen zu den Karnevalshochburgen im Rheinland. Aber auch mit zahlreichen ungewöhnlichen Veranstaltungen bietet das Neanderland Karnevalisten an den närrischen Tagen ein abwechslungsreiches Programm.

Bereits einen Tag vor Weiberfastnacht stimmen sich Karnevalsfreunde in Heiligenhaus auf die närrische Zeit ein: Sie feiern den „Schweine-Mittwoch“ mit Narrenparty und Spanferkel auf dem Kirchplatz. In Hilden erstürmt das Prinzenpaar an Altweiber nicht das Rathaus, sondern erobert die Waldkaserne der Bundeswehr. Die Messe „op Platt“ ist einer der Höhepunkte des Monheimer Karnevals, die Mundartmesse findet jedes Jahr am Karnevalssonntag in St. Gereon statt.

Ein ganz besonderes Erlebnis schließlich ist der Lichterzug in Langenfeld-Reusrath: Die Jecken ziehen am Sonntag, 15. Februar, ab 18.11 Uhr mit fantasievollen, elektrisch beleuchteten Wagen durch die Straßen. Auf der Grenze zwischen den Hoheitsgebieten der Düsseldorfer und Kölner Jecken bekunden die Narren übrigens mit dem lokalen Karnevalsruf „Helaaf“ ihre Neutralität und Eigenständigkeit.

Karneval hat im Neanderland das ganze Jahr über Saison: In Hilden widmet sich ein eigenes Museum dem Rheinischen Winterbrauchtum. Jeden Samstag sind im Karnevalsmuseum, das über eine beeindruckende Sammlung von mehr als 30 000 Exponaten verfügt, neben traditionellen Kostümen und Orden auch internationale Exponate zu bestaunen.