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Tradition

Miniboote stechen in See

03.05.2009 | 17:43 Uhr

Wenn Mini-Dampfboote über den Stauteich plätschern, kleine Segelschiffe durch den Wind gleiten und Barbie spazieren fährt, dann ist es wieder so weit: In der Abtsküche wird angeschwommen.

Viel zu schauen gab es für Joel und Jerôme beim Anschwimmen der Modellbaugemeinschaft am Sonntag. Fotos: WAZ, Sonja Glaser-Stryak

Seit 24 Jahren schon treffen sich die Hobbybastler der Modellbaugemeinschaft Stauteich jedes Jahr Anfang Mai, um ihre schwimmenden Prachtexemplare zu präsentieren und damit die Saison zu eröffnen. Am Sonntagnachmittag führten sie ihre kleinen Kunstwerke wieder öffentlich vor. Und das lockte nicht nur Hobbykapitäne an.

„Ohh”, ruft Hakon und klatscht in die Hände. Mit großen Augen schaut der Fünfjährige dem weißen Boot hinterher, das soeben ganz dicht an ihm vorbei gerast ist. Die kleinen ferngesteuerten Boote – „besonders die schnellen” – findet er „einfach toll!” Vor allem das Feuerwehrboot seines Vaters, „das spritzen kann, und rückwärts fahren und leuchten und. . .”. Zusammen mit seinen Eltern war der Modellschiff-Fan gestern zum Stauteich gekommen, kann es nun gar nicht mehr abwarten auch selbst eines zu basteln. „Bald bau' ich mit Opa ein Boot”, ist sich der Schüler sicher und nickt begeistert.

Allzeit gute Fahrt: Auf den Namen „Eileen” taufte Heike Kampf den kleinen Fischkutter, der auf dem Stauteich auf Jungfernfahrt ging.

Jan kommt jedes Jahr mit seinen Großeltern zum Anschwimmen: „Ich finde es interessant hier”, sagt der 13-Järige und nickt. „Ich überlege mir schon, ob ich nicht in den Verein eintreten soll.”

Mindestens so aufregend, wie für die Zuschauer, ist das Anschwimmen auch für die Hobbybauer selbst. Zur Saisoneröffnung werden die jüngsten Boote traditionell getauft. Und das ist „ein echtes Highlight für alle”, sagt Wolfgang Schneider, der Vorstandsvorsitzende der Modellbaugemeinschaft. „Das ist wirklich interessant”, bestätigt Diedhard Peter (63) und schaut dann erwartungsvoll zu seinem Mini-Segelschiff „Anna” (immerhin 1,65 Meter hoch), das anschließend getauft wird. Zwar habe er sein Prachtstück vorab schon mal auf dessen Schwimmtüchtigkeit getestet, aber die Jungfernfahrt – vor so vielen Augen– „ist etwas ganz Besonderes”.

Info
Jeden Freitag

Die Modellbaugemeinschaft Stauteich hat ihre Vereinsräume in der ehemaligen Pestalozzischule, Ludgerusstraße 5.

Dort treffen sich Jugendliche jeden Freitag von 18 bis 19.30 Uhr, um Modelle zu bauen. Die erwachsenen Vereinsmitglieder treffen sich jeden ersten und dritten Freitag des Monats ab 19.30 Uhr. Infos: 0151/162 31 276 (Schneider) und www.msh-modellbau.de

Auch für Torsten Wulff war gestern der große Augenblick gekommen: Knapp ein Dreivierteljahr hat der 47-Jährige an seiner originalgetreuen „Helgoland” gebastelt und war sichtlich stolz, als sie schließlich von allen bestaunt wurde. Warum er mit dem Modellbau anfing? „Meine Freundin wollte, dass ich mir ein Hobby suche”, erklärt er und muss lachen, „und weil die Mini-Flugzeuge zu teuer sind und Modellautos so schnell kaputt gehen, bin ich an Schiffen hängengeblieben.” Ob groß oder klein: Die kleinen Kunstwerke entfachen echte Leidenschaft.

Hier geht's zur Fotostrecke

Jennifer Sauer

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Kommentare
04.05.2009
09:42
Miniboote stechen in See
von Schimmelpeter | #8

Hey! Das erinnert mich an meine ersten Versuche mit dem Modellbau. Mit meiner Mutter bauten wir damals ein erstes Miniboot und nun bin ich seit bald 20 Jahren begeisterter Modellbauer. Auf www.tamundo.de kann man diesem Hobby übrigens auch wunderbar im Netz nachgehen!

04.05.2009
09:40
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von Matzeatze | #7

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04.01.2009
09:43
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von Schimmelpeter | #6

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04.01.2009
09:42
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von Schimmelpeter | #5

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04.01.2009
09:42
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von Schimmelpeter | #4

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04.01.2009
09:41
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von Schimmelpeter | #3

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04.01.2009
09:40
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von Matzeatze | #2

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04.01.2009
09:40
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von Matzeatze | #1

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