Mehr Rücksichtnahme aller Verkehrsteilnehmer

Doch für Christoph Böttcher ist nicht nur der Zustand der Straßen ankreidungswürdig, sondern auch die Art und Weise, wie Fahrradfahrer des Öfteren behandelt werden. „Wenn man korrekterweise auf der Straße fährt, wird man schon oft beschimpft von überholenden Autos, warum man nicht auf dem Gehweg fährt“, berichtet Böttcher. Dabei sei dies der korrekte Weg, auf Bürgersteigen dürfen erwachsene Radler nicht fahren.

„Geschwindigkeitsbegrenzungen sind an vielen Stellen zudem wohl nur eine Empfehlung für viele Autofahrer. Es gibt so viele Raser, da kann es sogar schon mal richtig gefährlich werden, vor allem wenn nicht genug Sicherheitsabstand eingehalten wird“, findet Böttcher.

Einen Unfall erlebte der Radler dann auch einmal, und die Reaktionen der Autofahrer kann er noch immer nicht verstehen. „Geholfen hat mir da keiner. Im Gegenteil: Einige haben mich sogar da angeschrien, warum ich da liegen würde“, erzählt Christoph Böttcher noch immer ungläubig.

„Ich habe den Eindruck, die Autofahrer reagieren aggressiver auf uns Fahrradfahrer. Ein Miteinander ist wichtig, auch mit Fußgängern. Da hingegen gibt es manche Fahrradfahrer, die zu wenig Rücksicht nehmen“, weiß Böttcher auch. „Wir sind alle Straßenverkehrsteilnehmer und sollten uns nicht gegenseitig gefährden.“