Mehr Babys für Heiligenhaus

Deutlich mehr Geburten wurden dem Heiligenhauser Standesamt in 2014 gemeldet.
Deutlich mehr Geburten wurden dem Heiligenhauser Standesamt in 2014 gemeldet.
Foto: WR
Was wir bereits wissen
Mit 219 verzeichnete das örtliches Standesamt im vergangenen Jahr 39 Geburten mehr als noch 2013. Mehr Jungs erblickten das Licht der Welt.

Heiligenhaus..  Durch die Stadt rollen wieder mehr Kinderwagen – bei den Geburten verzeichnet das Standesamt Heiligenhaus für 2014 ein klares Plus. 219 kleine Heiligenhauser erblickten im gerade abgelaufenen Jahr das Licht der Welt. Das sind 39 mehr als noch ein Jahr zuvor. „Das ist sehr erfreulich“, sagt Kerstin Plambeck vom örtlichen Standesamt. Da es im Stadtgebiet kein Krankenhaus mit Geburtsabteilung gibt, werden den örtlichen Standesbeamten die Geburten aus den Nachbarstädten gemeldet. Vorwiegend aus Velbert, einige Mütter bringen ihre Kinder aber auch in Ratingen oder Essen zur Welt.

Bei den Heiligenhauser Babys haben die Jungs ganz klar die Nase vorn. 2014 durften die jungen Eltern 125 Mal Jungennamen auswählen. Besonders oft fiel dabei die Wahl auf Moritz. Aber auch die Namen Jan, Paul, Maximilian und Emir stehen bei vielen Eltern hoch im Kurs. Lediglich 94 der Neugeborenen in Heiligenhaus hören auf einen Mädchennamen.

Laura, Lena, Lea, Lotta

Renner bei den Mädels sind die Namen Laura, Lena, Lea, Lotta und Nisa. Dabei hört ein Großteil der Kleinen nur auf einen Vornamen – ob Junge oder Mädchen. Nahezu ein Drittel der Kinder hat einen zweiten Vornamen. Lediglich für eines der Mädchen haben die Eltern zusätzlich einen dritten Vornamen ausgesucht. „Im Trend liegen derzeit klassische Namen“, sagt Kerstin Plambeck. Besonders exotische Namen waren im vergangenen Jahr nicht dabei.

Nicht unbedingt exotisch, dafür aber besonders, soll das Drumherum für viele Brautleute sein. Auch das ist der Standesbeamtin aufgefallen. 126 Paare gaben sich im vergangenen Jahr in Heiligenhaus das Jawort, darunter waren auch zwei Lebenspartnerschaften.

Ein Großteil der Heiratswilligen wählte das Trauzimmer im Rathaus für die Zeremonie aus. Aber auch das Backhaus auf Gut Zehnthof und die Wirtschaft im Heimatmuseum kommen bei den Heiratswilligen gut an. „Heute spielt das Ambiente eine größere Rolle“, sagt Kerstin Plambeck. Dafür gäbe es mehrere Gründe. Fehlende Wahlmöglichkeiten in der Vergangenheit zum Einen. Da einige Paare gänzlich auf die kirchliche Trauung verzichten, erhalte die standesamtliche Zeremonie außerdem einen höheren Stellenwert. „Viele möchten aber auch aus beiden Terminen etwas Besonderes machen“, weiß Plambeck aus Erfahrung.

Die Zahl der Trauungen ist in 2014 weder gestiegen noch gesunken. Auch in 2013 vollzogen die sieben örtlichen Standesbeamten 126 mal die Zeremonie. Stärkster Hochzeitsmonat war im vergangenen Jahr der September. Der Spätsommermonat läuft dem Wonnemonat Mai in Heiligenhaus in Sachen Beliebtheit den Rang ab.

Weniger angesagt bei Brautleuten sind die Monate Januar und November. Kurz vor dem Jahreswechsel, im Dezember, wird es hingegen manchmal schwer, noch passende Trautermine anzubieten. „Da gibt es oft noch mal einen richtigen Run auf das Standesamt“, sagt Plambeck.