Mach’s gut, Heljens

Als ich den Namen Heiligenhaus zum ersten Mal hörte, war meine spontane Reaktion: Was ist das? Und vor allem: Wo ist das?

Dreieinhalb Jahre später weiß ich vermutlich mehr über Heiligenhaus als über meine Heimatstadt. Als Journalist lernt man ja – zum Glück – jeden Tag etwas dazu, natürlich über das Objekt der Berichterstattung. So weiß ich jetzt zum Beispiel, dass sich der Schlotschmed in Heiligenhaus mit d am Ende schreibt, in Velbert allerdings mit t. Über die Serie „Sag et op Platt“ habe ich zahlreiche neue Worte kennen und mögen gelernt; unter anderem Zoppenmetz. Dass es eine eigene Bezeichnung für ein Messer gibt, mit dem Kartoffeln geschält werden, werde ich nicht vergessen.

Auch zahlreiche andere Begegnungen werde ich in Erinnerung behalten: Menschen, die mir für die Zeitung ihre Geschichte erzählt haben, die mich und damit die Leser teilhaben lassen an mitunter sehr Persönlichem.

Sie ahnen es inzwischen: Meine Zeit in Heiligenhaus ist vorbei; mit dem neuen Jahr trete ich eine neue Stelle an. In meiner Heimatstadt – über die ich dann bald hoffentlich ebenso viel weiß wie über Heiligenhaus. An dieser Stelle bleibt mir somit nur noch eins zu sagen: Danke – und auf Wiederlesen.