Ludgerustreff beleuchtet Geschichte des Papsttums

„Literatur und Geschichte“ verknüpft Gabriele Fischer an fünf Vormittagen im Ludgerustreff. Die Reihe „Habemus Papam“ beginnt am Donnerstag, 26. Februar, um 10 Uhr und beleuchtet Stationen der Kirchengeschichte am Beispiel ausgewählter Päpste.

„Die Faszination der Papstgeschichte“ heißt ein 2008 erschienenes Buch von Wilfried Hartmann. Tatsächlich gibt es kaum ein Thema, das im alltäglichen Medieneinerlei so stark polarisiert, interessiert und emotionalisiert wie eine Sendung oder Talkshow, in deren Titel das Stichwort „Papst“ auftaucht. In Internet-Foren gilt es als cool, sich etwa folgendermaßen zu äußern: „Ein trauriger Streifzug durch die Abgründe der Menschen – Inquisition, Kreuzzüge, machtbesessene Männer, Unterdrückung von Frauen – alles im Namen des Herrn“. Dabei werden Papst, Kirche und Christentum gern in einen Topf geworfen, gut umgerührt und dann möglichst rüde als ungenießbar abgelehnt.

Ganz so einfach ist es nicht. Vor dem Hintergrund allgemein gesellschaftlicher und kirchengeschichtlicher Entwicklungen werden einzelne Päpste im Mittelpunkt des Seminars stehen. Folgende Themen bestimmen den Rahmen der fünf Termine: Antike – der Bischof von Rom wird zum Papst. Mittelalter – vom Kirchenstaat zum Exil in Avignon. Renaissance – mehr als das Borgia-Klischee. Reformation und Gegenreformation. Moderne: unfehlbar?

Dazu gibt es Bilder, Quellen- sowie Rezeptionstexte und Filmausschnitte. Es sind noch Plätze frei, Anmeldung bei Ingrid Niering im Ludgerustreff, Ludgerusstraße 2a, 02056 / 211 89 oder per E-Mail an: caritas.ludgerustreff@t-online.de.