„Krieg“ an der Realschule

Die Klasse 10a arbeitete am Projekttag an der Gestaltung eines Plakates zum Krieg in Syrien.
Die Klasse 10a arbeitete am Projekttag an der Gestaltung eines Plakates zum Krieg in Syrien.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Schüler ergreifen Initiative und setzen ihr Wunschthema beim Projekttag durch. Die Ausstellung der Ergebnisse folgt am 8. Mai in der Gymnasiums-Aula.

Eigentlich sollte es beim Projekttag der Gesamtschule um das Thema „Weltkulturerbe“ gehen, da die Heiligenhauser Realschule eine Unesco-Schule ist. Doch dann kamen die Schülersprecher auf die Schulleiterin Sonia Cohen zu und fragten, ob nicht das Thema Krieg wegen seiner Aktualität besser geeignet sei.

Sie ließ sich auf das Thema ein: „Ich war begeistert davon, dass die Schüler so sehr die Initiative ergriffen haben.“ Da der Themenwandel aber recht kurzfristig war, konnte die Vorbereitung nicht mehr von der Schule übernommen werden: „Unsere Schülersprecher haben mit viel Engagement und Aufwand die ganze Vorbereitung übernommen“, lobt Sonia Cohen. Sie haben Materialien gesammelt und Konzepte erarbeitet, um den Schülern das Thema gut zugänglich zu machen. „Das hat auch sehr gut geklappt“, meint die Schulleiterin.

Die Klasse 10a arbeitet an Plakaten zum Thema „Syrien“. Dazu drucken sie Texte und Bilder aus dem Internet aus und kleben diese auf ein Plakat. Schülersprecher Yassin El Allaoui betont: „Wir kriegen oft mit, wie Minderheiten auf dem Schulhof beleidigt werden. Dies geschieht aber so, dass man merkt, dass die Leute eigentlich keine Ahnung von dem Thema haben“, sagt der Schülersprecher. „Deswegen wollten wir einige Dinge klären und den Schülern Details von verschiedenen Kriegsgebieten näher bringen.“

Um dieses Ziel zu erreichen, hat Yassin El Allaoui mit seinen Stellvertretern Birgül Sarigül und Tarek Adbel-Khani ein Konzept erarbeitet: Die Klassen fünf bis sieben werden über das allgemeine Thema Krieg und seine Unterpunkte von Entstehung bis Deeskalation aufgeklärt, während die Klassen acht bis zehn pro Klasse ein aktuelles Kriegsgebiet behandeln und dazu ein Plakat, eine Collage oder eine kleine Aufführung erstellen beziehungsweise einstudieren. „Wir wollen mit dem Projekttag erreichen, dass die Schüler auf die aktuellen Geschehnisse zum Beispiel in Syrien oder in der Ukraine aufmerksam werden und darüber nachdenken“, erklärt Birgül Sarigül.

Eine Ausstellung der Ergebnisse des Projekttages wird es am 8. Mai in der Aula des Immanuel-Kant-Gymnasiums geben. Danach sind die Collagen und Plakate in der Realschule zu sehen.