Kindheitstraum zwischen Schnitt und Farbe

Heiligenhaus..  „Ich wollte als Kind schon Frisörin werden“, erinnert sich Jutta Schilewski. „Ich hatte nie einen anderen Berufswunsch. Für mich war klar, dass ich Meister werden und mich selbstständig machen wollte.“ Diesen Traum lebt die Heiligenhauserin nun schon seit 25 Jahren an der unteren Hauptstraße. Für den mutigen Schritt zur Selbstständigkeit und ihr berufliches Durchhaltevermögen wurde Schilewski nun von der Frisörinnung ausgezeichnet.

Ein kaum wahrnehmbarer Duft von Haarspray liegt in der Luft. Eine Kundin blättert verträumt durchs Klatschblättchen, während die Trockenhaube brummend ihre Frisur in Form bringt. Die Menschen gehen nicht nur zum Frisör, um sich den letzten Schrei auf den Kopf zaubern zu lassen – sie gehen auch zum Frisör. um sich verwöhnen zu lassen. „Der Frisör an sich ist jemand, dem die Menschen vertrauen. Müssen sie auch, denn die Haare sind etwas sehr persönliches. Da wird nicht jeder dran gelassen“, weiß Jutta Schilewski.Über die Haarspitzen entwickelt sich im Laufe der Zeit ein enger Kontakt, der aus einstigen Stammkunden Freunde gemacht hat.

Seit 25 Jahren ist Jutta Schilewski nun selbstständig und sesshaft. Mit dem kleinen Salon an der unteren Hauptstraße erfüllte sie sich einen Lebenstraum und schuf eine Wohlfühl-Oase zwischen Farbtöpfchen und Schampooflaschen. „Die Menschen sollen hier mit dem Gefühl rausgehen, ein neuer Mensch zu sein“, findet die Heiligenhauserin. Mittlerweile bedarf es allerdings etwas mehr als einer Dauerwelle, um die Menschen glücklich zu machen. „Gerade Männer legen heute viel mehr wert auf Mode und Farbe, als es noch vor 30 Jahren der Fall war.“

Was die nächsten 30 Jahre mit der Haarpracht anstellen, wird sie nur noch in Teilen miterleben. Über die Frisurenwünsche der Zukunft darf sich dann, mit viel Glück, ihre heute neunjährige Tochter kümmern.

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