Kinderessen mit System

Pfui! Das sind ja Pilze!“, „Blumenkohl mag ich nicht“ oder „Warum kochst Du immer was mit Gemüse?“ Mein fünfjähriger Sohn hat am Esstisch meist etwas zu meckern. Zumindest immer dann, wenn ich nicht seine Leib- und Magenspeisen gekocht habe. Jetzt hat er sich einen neuen Trick einfallen lassen, um unliebsame Bohnen, schnöden Kopfsalat und wirklich viiiiel zu saure Orangen auf dem Teller liegen zu lassen – und hoffentlich trotzdem was vom Nachtisch abzusahnen. Denn bleiben Salat und Gemüse unberührt, ist laut unserer Abmachung auch das Süße am Ende des Essens gestrichen.

Der Magen meines Sohnemanns ist neuerdings aber in drei Säulen aufgeteilt. Die Säule für Salat, Obst und Gemüse ist merkwürdigerweise immer sehr schnell gefüllt. In die für Kartoffeln oder Nudeln geht schon deutlich mehr hinein. Seltsamerweise kann der Bereich für Nachtisch und Süßes gar nicht genug bekommen. Und dafür, dass der Körper sich solche merkwürdigen Systeme einfallen lässt, kann er ja nun wirklich nichts! Meint mein Sohn. Bei so viel Ideenreichtum muss man beim Nachtisch aber auch schon mal ein Auge zudrücken, findet