Kein Mangel an Interessenten für Heiligenhauser Gewerbeflächen

Innerhalb des Gewerbegebietes Hetterscheidt-Nord haben sich Firmen an anderen Standorten neu aufgestellt.
Innerhalb des Gewerbegebietes Hetterscheidt-Nord haben sich Firmen an anderen Standorten neu aufgestellt.
Foto: www.blossey.eu
Was wir bereits wissen
Dennoch ist Wirtschaftsförderung kein leichtes Unterfangen. Firmen überlegen sich Investitionen gut. Bewegung im Gewerbegebiet Hetterscheidt-Nord.

Heiligenhaus..  Bis in den Winter hinein bot die Fläche gegenüber dem Real-Warenhaus einen blauen Blütenteppich. Wunderschön anzusehen, „doch lieber wäre uns ein Investor, der diese Fläche entwickelt“, sagt Wirtschaftsförderer Peter Parnow lächelnd. An Interessenten sei eigentlich kein Mangel, gerade am heutigen Dienstag gebe es einen Besichtigungstermin mit einem Unternehmen für eine gastronomische Nutzung.

„Wir können uns aber auch andere Branchen vorstellen“, erklärt der Technische Beigeordnete Harald Flügge und verweist auf die verkehrsgünstige Lage des über 8400 qm großen Areals. „Gut 20 000 Autos fahren jeden Tag da vorbei. Wer sich dort ansiedelt, wird gesehen.“ Und die topografischen Hindernisse seien durch den Aushub der A44-Baustelle beseitigt worden (WAZ berichtete). Vorzüge, die die Stadt jüngst im Rahmen der gewerblichen Immobilienmesse Expo Real in München hervorgehoben hat. „Dennoch muss man natürlich sagen, dass Unternehmen schon schauen, was für sie ein solches Investment bedeutet“, weiß Flügge. Oft dauerten Entscheidungsprozesse Jahre.

Wie gut Wirtschaftsförderung laufen kann, auch wenn sie viel Zeit in Anspruch genommen habe, zeige das Beispiel Hetterscheidt-Nord, betonen Wirtschaftsförderer Peter Parnow und der Technische Beigeordnete Harald Flügge. Trotz des jahrelangen Konflikts die Abbindung der Dieselstraße zugunsten der Firma IMS betreffend, seien letztlich gute Lösungen gefunden worden. Die Stadt- und Bodenentwicklungsgesellschaft (SBEG) habe für die Neuerstellung einer Zufahrtsstraße für die Stadt (Ersatz für die Dieselstraße) Flächen angekauft, nicht benötigte Teilflächen wiederum an Anlieger verkauft.

„Insgesamt war die Problemlösung in diesem Fall sehr schnell und unkompliziert, was eine gute Stimmung auf allen Seiten hervorruft“, so Flügge. Ein Formbau-Unternehmen an der Ecke Otto-Hahn-Straße/Dieselstraße konnte expandieren, indem es auf ein neues, mehr als doppelt so großes Areal umzog. Mit auf dem Gelände fand ein Kooperationspartner aus Ratingen Platz. „Der Verkäufer dieser Grundstücke hat auch profitiert, da er sich in dem Gewerbegebiet von insgesamt drei auf ein Grundstück reduzieren und sich komplett neu aufstellen konnte“, meint Flügge.

Zusätzlich konnte ein neues Unternehmen aus dem Bereich Beschlagstechnik angesiedelt werden. Platz für das Unternehmen wurde durch den Erwerb einer Immobilie bei einer Zwangsversteigerung geschaffen, berichtet Parnow, der einer Realisierung der neuen Zufahrtsstraße im Übrigen noch in diesem Jahr entgegensieht.