Kammerchor Kettwig gibt Jubiläums-Konzert in vier Sprachen

Feiert 50. Jubiläum: Der Kammerchor Kettwig. Foto: Torsten Leukert
Feiert 50. Jubiläum: Der Kammerchor Kettwig. Foto: Torsten Leukert
Was wir bereits wissen
70 Kinder und Jugendliche verstärken den 50-jährigen Kammerchor Kettwig bei seinem festlichen Auftritt am 30. Mai in der St. Suitbertus-Kirche.

„Wir freuen uns“, sagt Anne Jacob-Peuthert, „die Unbefangenheit und Fröhlichkeit der Kinder wieder annehmen zu können und hoffen, dieser Funke springt über.“ Über hundert Sängerinnen und Sänger aus drei Generationen singen am Samstag, 30. Mai, um 19.30 Uhr in St. Suitbertus ein festlich funkelndes Programm.

Gestern hatte Rolf Hitzbleck für den Förderverein „Unser Dom“ die Geschäftsführerin des Kammerchores Kettwig eingeladen, um über das anstehende Jubiläumskonzert zum „50.“ des Chores zu berichten. „Es wird für Heiligenhaus ein Highlight werden“ – da ist sich der Kirchenvorstand sicher.

Gemeinsam mit den drei Schulchören des Kettwiger Theodor-Heuss-Gymnasiums singen die 40 Jubilare des Kammerchores drei Kompositionen aus drei Jahrhunderten. Anne Jacob-Peuthert nennt sie „drei besonders schöne Werke, die uns viel bedeutet haben“.

Für den Auftakt sorgen die „Chichester Psalms“ Leonard Bernsteins (1918 bis 1990), gesungen in hebräischer Sprache. „Eine ordentliche Herausforderung“, sagt die Altistin und Chor-Geschäftsführerin. Und musikalisch ein echtes Bernstein-Werk, das mit markantem Schlagwerk-Einsatz sechs der Psalmen Davids vereint. Und mit einem Knabensolisten: Johannes Roer singt sonst bei den Kölner Domknaben, denn Joachim Weller dirigiert sowohl dieses Ensemble als auch den Kammerchor.

Aus dem reichen Schaffen Felix Mendelssohn-Bartholdys (1909 bis 1847) singen die Kettwiger „Hör mein Bitten“, ebenfalls eine Psalm-Vertonung. Musikalisch gleicht das Werk einem Dialog zwischen Chor und Sopranistin. Den Solo-Part gestaltet Katrin Müller, als Folkwang-Absolventin sowohl Konzert-, als auch Opern-erfahren.

Das große Werk des Abends schließlich entstand erst vor zwölf Jahren: Es ist die „Mass of the Children“ des in England ungemein populären, heute 69-jährigen John Rutter. Hier singen dann jugendliche und erwachsene Chor-Stimmen gemeinsam: auch die Teen-Voices und der Unterstufenchor des Kettwiger Gymnasiums und die schon souveränen „Echo“-Jugendlichen. „Das sind ganz engagierte junge Leute“, lobt Anne Jacob-Peuthert.

Der Londoner, der unter dem knalligen Titel „Bang!“ auch eine Oper für Jugendliche komponiert hatte, vereint in seiner „Kinder-Messe“ die traditionellen fünf Sätze von „Kyrie“ bis „Dona nobis pacem“ mit ergänzenden Texten des englischen Malers und Mystikers William Blake und von Thomas Ken, einem Hymnendichter des britischen Barock. Mit seinem dreifachen Kanon und dem ganz großen Stimmen-Aufgebot dürfte vor allem dieses Werk Glanzlichter entzünden.