Jein zum Sporthallen-Neubau
19.02.2010 | 18:27 Uhr 2010-02-19T18:27:00+0100
Heiligenhaus.Mit einem Kompromiss-Beschluss, dem letztlich alle Parteien zustimmten, endete am Donnerstagabend die hitzige Diskussion um den geplanten Sporthallen-Neubau im Ausschuss für Bildung und Sport: Die Verwaltung soll die Realisierung der vom Stadt-Sport-Verband (SSV) vorgeschlagenen Halle darstellen; dazu soll dann eine Sondersitzung einberufen werden. Und das alles noch vor dem 16. März, dem Stichtag für die Verabschiedung des Konjunkturpakets II im Verwaltungsausschuss.
Dies reichte bei Weitem nicht an das heran, was Ingmar Janssen (SPD) in der Sitzung beantragt hatte: eine politische Grundsatzentscheidung, dass die Stadt Heiligenhaus eine einfache Bewegungs- und Fitnesshalle errichtet, ein grundsätzliches Ja zum Bau. Doch dazu war am Dienstag nur die WAHL bereit.
Der Alternativ-Vorschlag des SSV hat vor allem im niedrigen Preis seinen Reiz: 400 000 Euro soll nach ersten Schätzungen die Errichtung einer solch abgespeckten Sporthallen-Version kosten – dankt Systembauweise und Anbau an die bestehende Halle des Gymnasiums. Diese Infos brachte Michael Nink (SSV) von einem Gespräch bei der NRW-Beratungsstelle „Sportstätten“ in Köln mit.
In der Vorlage zur Sitzung äußerte die Verwaltung bereits Vorbehalte, aber erst in der Sitzung wurde dann Tacheles geredet: Im Gegensatz zum SSV kalkuliere man im Rathaus mit 800 000 bis 1 Mio Euro für den Bau einer einfachen Halle, die damit weit über dem vorgesehenen Budget von 620 000 aus dem Konjunkturpaket II liegen würde. „Eine solche Industriehalle im Wohngebiet scheitert wegen der Schallemissionen schon an der Bauaufsicht“, erklärte Volker Hoven, Leiter des städtischen Immobilienservices. Bedenken habe er auch, was die Gründung eines solchen Gebäudes angeht. „Wir müssen das als Baufachleute in Frage stellen. Mir geht es um eine realistische Einschätzung“, so Volker Hoven.
Gleichwohl: Wirklich geprüft wurde der Vorschlag des SSV bislang noch nicht (seit 8. Februar liegt er schriftlich im Rathaus vor). Um Bauausführung und -kosten schlüssig darlegen zu können, brauche man ein Referenzobjekt. Dies allerdings wolle der SSV noch benennen.
Und so machte sich Michael Nink gestern auf den Weg nach Rösrath: Dort soll eine solche Halle stehen. Dass sich auch die Verwaltung möglichst schnell ein Bild davon macht, erwarten jetzt die Ausschussmitglieder. Denn eines wurde in der Sitzung mehr als deutlich: Für eine fundierte Entscheidung fehlten am Donnerstag einfach die Grundlagen. Das unterstrich auch der 1. Beigeordnete Michael Beck: „Im Moment schießen wir in den Nebel!“ Das Vorhaben sei doch auf jeden Fall einer Sondersitzung würdig.
Während Ingmar Janssen (SPD) der Verwaltung vorwarf, „ihre Hausaufgaben nicht gemacht“ zu haben und auf einer Grundsatzentscheidung beharrte, forderte die CDU vorab eine sehr genaue Prüfung, „ob Bau- und Folgekosten realistisch und belastbar sind“, so Heinz-Peter Schreven. Seine Parteikollegin Christina Buschbell machte zudem auf einen „dicken Denkfehler“ im SSV-Vorschlag aufmerksam: Eine einfache Halle, die nicht für den Schulsport nutzbar wäre, „wäre auch nicht mit Mitteln aus dem Konjunkturpaket für die Bildung finanzierbar“. Hier könnte, laut Beck, allenfalls die kommunale Konjunkturpaket-Tauschbörse ins Spiel kommen.
Der Ausschussvorsitzende Reinhard Schulze Neuhoff (FDP) bemühte sich angesichts der hitzigen Debatte um vermittelnde Worte: „Der eine sieht es vielleicht zu optimistisch und der andere zu pessimistisch. Da muss man sich irgendwo treffen.“ Allerdings hielt er ebenso daran fest: „Wir brauchen die Zahlen!“ – und einen Ortstermin am Referenzobjekt auch für die Kommunalpolitiker.
22:04
Ich hätte mir gewünscht, die SPD hätte an ihrem Konzept eines Künstlerhauses ebenso starrköpfig/kämpferisch (zutreffendes bitte streicheln) festgehalten, wie nun an der Idee einer neuen Sporthalle...
21:55
zu #5
ich meine natürlich instand gehalten ;-)
21:40
Das klingt doch schon jetzt nach Murks. Hätte man die alten Turnhallen, in den letzten Jahren, vernünftig in Stand gehalten, bräuchte man nun keine neue Halle. Reicht überhaupt eine Halle. Ich meine wir haben in Heiligenhaus viele Vereine und Gruppen, die die Turnhallen nutzen und die Frage ist berechtigt, ob die dann vorhanden Belegungszeiten überhaupt ausreichend sind.
16:09
Illuminanten?!?
Gibt es eigentlich etwas was nicht illuminiert wird in Heiligenhaus? Sitzgelegenheiten auf dem Sparkassenvorplatz, ehemaliges Verwaltungsgebäude der Kiekert AG, das Sparkassengebäude, der Kornspeicher....
Jetzt werden bereits Personen illuminiert!!! Ein gewisser Personenkreis kann gar nicht genug von diesem Wort bekommen und nutzt es stänidg. Nur die Erleuchtung fehlt diesen Personen vollständig!
13:08
Ach und dazu ist auch jeder 10. aus Heiligenhaus weg gezogen
Heiligenhaus eine Stadt mit 27.000 Einwohnern Tendenz alles andere aus steigend!
13:06
Heiligenhaus im Jahr 1990 - Eine pulsirende Stadt mit ca. 30000 Einwohnern, 4 weiterführenden Schulen und genug Hallenzeiten für alle ohne Beschwerden
Die selbe Stadt im Jahr 2010 - Eine Stadt in der Wirtschaftskriese und im Haushaltssicherungskonzept. Es ist kein Geld mehr da für wichtige Baumaßem, Sanierungen und Instandhaltungen. Dennoch schafft es die Stadt 3 weiterführende Schulen zu besitzen wobei die Schülerzahl an der Nordringschule von 600 Schüler auf 400 zurück gegangen ist. Außerdem weißt die Stadt eine rückläufige Zahl an Einwohnern aus. Dennoch trotz die selbe Zahl an Hallenzeiten wie vor 20 Jahren und weniger Geld in der Stadtkasse gibt es einen mysteriösen Verein (Historiker fanden herraus: er nennt sich SSV, wobei man nciht weiß ob der SSV etwas mit den Illuminaten oder den Freimaurern zu tun hat - man befürchtet es zurecht) der fordet das eine neue Halle gebaut werden muss! Dazu fanden Forscher herraus, dass in einer Sitzung eine Partei einen Antrag formulierte in der beantragt wurde, diese Halle ohne Wissen wie teuer die Halle wird zu bauen, und merkwürdiger Weise war der Partei auch egal ob es Lärmtechnisch geht, weil die angrenzenden Anwohner sind ja auch naja verschmerzbar...
Welch Komische Welt
09:54
Nichts zu sagen haben, aber trotzdem etwas sagen zu müssen wird bei Herrn Schulze-Neuhoff offenbar zum eminenten Sprachproblem! Wie lange muss man sich die inhaltslosen Worthülsen des FDP-Fraktionsvorsitzenden noch anhören?
Jemandem, der sich nach eigenen Aussagen den Heiligenhauser Sportvereinen verbunden fühlt, hätte man doch eine stärkere Position (oder überhaupt IRGENDEINE!) bei diesem Thema zugetraut. Diese ist allerdings (wie bei so vielen anderen Themen der vergangenen Wochen und Monate) nicht zu erkennen...