Isenbügel feiert jeck und keck

Viel Spaß hatten die Anwesenden bei der Karnevalsfeier Jeck und Keck in Isenbügel.
Viel Spaß hatten die Anwesenden bei der Karnevalsfeier Jeck und Keck in Isenbügel.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Ein ganzes Dorf bestand plötzlich aus Piraten, Prinzessinnen oder Märchenfiguren. Alles entsteht aus Eigeninitiative, die Stimmung war richtig toll.

Wer denkt, in Isenbügel ist das Leben eher ruhig und beschaulich, der hat sich noch nicht in das Dorf auf dem Berg, wie es sich selbst gern nennt, zu Karneval gewagt: Die Schul- und Kindergartenaula war brechend voll, es wurde gelacht, getanzt und gesungen bis spät in die Nacht beim 35. Mal Jeck und Keck.

„Wir sind alle aus dem gleichen Stadtteil, wir sind die Kinder vom Bofrost-Mann“ hieß es da unter tosendem Applaus von der „Isenbügeler Jugend.“ Nachdem die sieben Jugendlichen aus Isenbügel im letzten Jahr ein tolles Debüt feierten, unterhielten Ann-Kathrin Knappmeier, Lukas und Philip Kurte, Philipp und Niko Kauls sowie Robin Hetzel auch in diesem Jahr das Publikum wieder köstlich über das Alltagsleben rund um Isenbügel und nahmen dieses ganz schön aufs Korn. Als „Sexy Boys“ versuchten sie sich bei einem Casting oder machten sich über das langsame Internet hier auf dem Berg lustig. Einer der wenigen Stadtteile, der sich um Nachwuchssorgen keine Gedanken machen muss. Mutig und sehr lustig, was die junge Truppe da auf die Beine stellte.

Auch Premiere feierten „die Zugezogenen“: „Wir wohnen alle seit ein paar Jahren hier und wollten uns aktiv mit einbringen“, beschreibt es Christian Büscher, der gemeinsam mit Raimund Hölscher, Dirk Schulte, Bela Lainck, Damian Köllner und Achim Schwabe mit einigen Einlagen das Publikum zum Schunkeln und Mittanzen aufforderte. Bei einem Stück mit Unterstützung von Gerd Schulte zur Wiesche.

„Das macht unseren Karneval aus“, ist Bürgervereinsvorsitzender Franz-Josef Artz, an diesem Abend friedlicher Araber, stolz. „Die Weitergabe von Generation zu Generation klappt, die Integration von Neubürgern ebenfalls. Man bringt sich hier aktiv ein. Für so einen kleinen Stadtteil haben wir doch eine große Infrastruktur mit all den Angeboten.“

Zum ersten Mal führte Andreas Fecke durch das Programm, der eine tolle Figur als Moderator machte. Wieder dabei war DJ Dirk Mühlenweg, auch die Ruhrtalritter gaben einen Kettwiger Gruß ab. Die Isenbügeler Weiber Ulla Kurte, Heike Knappmeier, Dagmar Rosenbaum und Susanne Kapaun nahmen sich pubertierende Jugendliche zur Brust.

Lustige Nachrichten gab es dieses Jahr von „den Namenlosen“ rund um Susi Kapaun, Ulla Kute, Kerstin Schreiber, Tom Kapaun, Matthias Dinus, Rolly Schreiber und Rüdiger Peters. Den Klimawandel sehen sie eher locker: Hier oben auf dem Berg bleiben die Blotschen trocken. Naja, nur vielleicht an Karneval nicht.