Irrfahrten an der Asphaltschleife in Heiligenhaus

Achim Luthe hat beobachtet, dass ortsfremde Autofahrer an der Westfalenstraße öfter Probleme mit der Hauptverkehrsrichtung haben.
Achim Luthe hat beobachtet, dass ortsfremde Autofahrer an der Westfalenstraße öfter Probleme mit der Hauptverkehrsrichtung haben.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Ein Bürger kreidet an: Ortsunkundige haben Probleme an der Westfalenstraße. Die beliebte Mitmach-Aktion der WAZ geht weiter.

Heiligenhaus..  Mit der Kreide in der Hand steht Achim Luthe an der Westfalenstraße. Er zeigt auf die Asphalt-Schleife, die vor dem Unternehmen Stuv von der Umgehungsstraße abzweigt. Hier, so der Heiligenhauser, würden Ortsunkundige regelmäßig in die Irre geführt. Von der Hauptstraße den Berg runter kommend, in Richtung Innenstadt fahrend, beobachtet Luthe an dieser Stelle oft irritierte Autofahrer. Hier fehlt ein Hinweis-Schild auf die Verkehrsrichtung, meint Luthe, und kreidet es den Planern an.

Wer sich nicht auskenne und eigentlich auf der Westfalenstraße bleiben möchte, lande oft mit seinem Fahrzeug in der Schleife, die das angrenzende Unternehmen zum Be- und Entladen nutzt. Die Hauptverkehrsstraße macht an dieser Stelle eine scharfe Kurve. Die Zufahrt zu der Straßenschleife ist optisch mit gestrichelten Linien von der Westfalenstraße abgegrenzt. Als kürzlich der gefallene Schnee die Markierungen unsichtbar machte, hätten sich die Irrfahrten gehäuft, so Luthe.

Mehrfach täglich fährt er selbst mit dem Wagen an dieser Stelle vorbei und beobachtet Autofahrer, die erst in letzter Sekunde checken, wo der Verlauf der Westfalenstraße weiter geht.

Stadt sieht keinen Handlungsbedarf

Da wird gebremst, eingeschwenkt und noch mal schnell die Richtung korrigiert. Für Achim Luthe ist dieser Punkt eine potenzielle Unfallquelle. „Muss denn erst was passieren, damit hier was passiert?“, ärgert sich der Heiligenhauser. Der Laternenpfahl, der an der Einfahrt zur Straßenschleife stand, wurde jedenfalls schon umgefahren.

Die Verwaltung sieht an der Straßenschleife keinen Handlungsbedarf. „Es gibt eine eindeutige Markierung auf der Straße“, so Michael Krahl, Fachbereichsleiter Straßenbau, auf Anfrage der WAZ. Man sehe nicht die Notwendigkeit, ein weiteres Schild aufzustellen. Generell sei man dazu angehalten, so wenig Schilder wie möglich zu montieren. Wer aufmerksam die Westfalenstraße entlang fahre, könne die Einfahrt zur Schleife von der Hauptverkehrsrichtung unterscheiden.

Ob Gammelecke oder Stolperfalle – die WAZ-Leser kreiden an, was sie in ihrer Stadt stört. Wir haben die Kreide, die Leser kennen die fiesesten Stellen im Stadtgebiet. Wer sich schon lange über schlechte Beschilderung, Schlaglöcher oder wilde Müllkippen aufregt, sollte sich ein Stück Straßenkreide in der Redaktion abholen und damit seine „Ärgerecke“ für andere farbig markieren.

In Text und Bild wird die WAZ anschließend über die Ärgernisse berichten. Mitmachen ist dabei ganz einfach: Ein Topf mit Straßenkreide steht in der Redaktion an der Jahnstraße 1 für die Leser bereit.