Informations-Tafeln und Stadtführung durch Heiligenhaus

Erläuterungen von Experten: Zum Tag des Städtebaus machten sich die Heiligenhauser im Rathauscenterschlau.
Erläuterungen von Experten: Zum Tag des Städtebaus machten sich die Heiligenhauser im Rathauscenterschlau.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Heiligenhauser Bürger machten sich vor Ort mit Hilfe von Experten schlau. Pläne, Fotos, Filme und Führungen gab es zum Tag der Städtebauförderung.

Heiligenhaus..  In deutschlandweit 520 Kommunen fand er am Samstag statt: Der Tag der Städtebauförderung. 70 dieser Städte und Gemeinden liegen in NRW – Heiligenhaus ist eine davon. Bürgern wurde die Gelegenheit gegeben, sich bei Experten über Entwicklungen und Neues zu informieren. Im Rathauscenter gab es Fotos, Pläne und Filme, bei Führungen konnte „im Vorbeigehen“ geschaut und gefragt werden.

Entwicklung im Webcam-Zeitraffer

„Ich interessiere mich ohnehin für die Stadtgeschichte. Und oft sagen einem ja Leute, ,Da kommt das hin und hier dies’, da ist es besser, sich vor Ort bei einem Experten über die Details zu informieren“, begründet Rolf Praast seine Teilnahme an der kleinen Stadtführung. Und in der Tat: Beim Rundgang über den Basildonplatz, durch den Hefelmann-Park, ein Stück am Panoramaradweg entlang und über die Kettwiger- und Westfalenstraße zurück zum Rathauscenter erklärt Siegfried Peterburs, Fachbereichsleiter Stadtentwicklung, sehr anschaulich, was zu sehen – oder auch noch nicht zu sehen – ist und mit Fördermitteln unterstützt wird. „Vor die Hochschule kommt noch das Studentenwohnheim, seitlich dahinter das Einkaufszentrum.“ Wo früher der Mitarbeiterparkplatz von Kiekert war, tut sich auch einiges: „Hier vorne soll ein Wohngebäude realisiert werden, weiter hinten noch eins, außerdem entstehen unter anderem Bouleplätze und es werden Bewegungsgeräte für Senioren aufgestellt.“ Die Wege in diesem Bereich werden nicht gepflastert, sondern asphaltähnlich gestaltet.

„Wir wollen deutlich machen, was sich schon getan hat in Heiligenhaus“, erklärte Bürgermeister Jan Heinisch. „Das geht im Alltag oft unter, und es wurden schon einige Meilensteine erreicht. Ohne die Fördermittel wäre das alles nicht möglich gewesen.“ Franz Meiers von der Entwicklungsgesellschaft NRW.URBAN sieht die Fördergelder – in die Innenstadt und das Projekt in der Oberilp flossen ca. 5,5 Millionen Euro – weniger als Förder- denn als Investitionsprogramm: „Man kann davon ausgehen, dass pro Euro Fördergeld etwa acht Euro Privatinvestitionen fließen.“ In Heiligenhaus habe das bisher sehr gut funktioniert.

Informativ wurde aufbereitet, was seit 2007 geschehen ist: Die zusammengeschnittenen Bilder der Webcam zeigten im Zeitraffer die Gestaltung des Basildonplatzes und den Abriss des Kiekert-Gebäudes, eine Luftaufnahmen der Oberilp die dortigen Veränderungen. Und wer mehr sehen und dafür länger wach bleiben wollte, dem wurde auch das garantiert: mit Kostproben der Heljenser Bohne des Kult-Kaffees.