Immobilien-Profi interessiert sich für Eckhaus
18.02.2010 | 16:04 Uhr 2010-02-18T16:04:00+0100
Heiligenhaus.Gut 1,6 Millionen Euro würde die Totalrestaurierung des Hauses Hauptstraße 142 kosten – doch diese Summe, hofft Bürgermeister Dr. Jan Heinisch, muss die Stadt gar nicht aufbringen (oder Mittel aus dem Konjunkturpaket II dafür ausgeben). Denn: „Wir sind im Gespräch mit einem Investor, der das Haus kaufen möchte.” Noch sei keine definitive Entscheidung gefallen, mit einem Verhandlungsergebnis rechnet Heinisch aber innerhalb der nächsten zwei Wochen.
Der Interessent sei „ein Profi in der Immobilienbranche”, stamme aus der Region und habe bereits verschiedene Projekte auf dem Wohnungsbausektor realisiert. Und: Er habe auch historische Gebäude restauriert. Von dem gesteckten Ziel, das Haus Nr. 142 in seiner heutigen Optik für das Stadtbild zu erhalten, möchte Heinisch nämlich nicht abweichen. Ihm gehe es darum, das Haus „in einen gescheiten Zustand zu setzen und aus den Büchern zu bekommen”.
Über einen Verkauf entscheiden kann er aber nicht: Das Votum über die Zukunft der städtischen Immobilie obliegt dem Rat. Der tagt am 24. März. Dann, so Heinisch, müssen auch die Maßnahmen für das Konjunkturpaket entschieden sein, „es sind dann keine drei Monate mehr bis zur Antragstellung”.
00:08
Nach dem Moskito-Wunder schon das zweite mal, dass der Bürgermeister einknickt!
Es scheint als würden die veränderten Mehrheiten doch langsam zu Ergebnissen führen!
Das Gebäude war von Anfang an nix für die Stadt.
Vielleicht nimmt die Arroganz der Herren von Verwaltungsspitze und CDU auch langsam ab!
16:52
Ein völliger Wechsel der Ansicht des Bürgermeisters! Vor zwei Monaten hat er noch die Grundsanierung vorgesehen und wollte hierfür 2,1 Mio. € aus Mitteln des Konjunkturpaketes II hierfür einsetzen. Anregungen der WAHLfraktion, auch den Verkauf des Hauses in Betracht zu ziehen, wurden belächelt, mit dem Ergebnis, dass zunächst mit der Mehrheit der Stimmen des Rates beschlossen wurde, die bisher für den Kornspeicher und den Bürgererlebnispark vorgesehenen Mittel des Konjumkturpaktes II in die Hauptstr. 142 zu stecken. Sehr schön, dass der Bürgermeister doch einmal Einsicht beweist. Es wäre allerdings schöner gewesen, wenn er nun nicht diese Idee als seine eigene verkaufen würde. Das ist aber eine Stilfrage. Am Ende zählt das Ergebnis.