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„Ich war Meutenführerin“

29.03.2011 | 19:35 Uhr
„Ich war Meutenführerin“
Das rote Sofa von SPD-MDB Kerstin Griese (r.) stand mal wieder im Club: Sie plauderte mit der NRW-Familienministerin Ute Schäfer. Foto: Detlev Kreimeier

Heiligenhaus.„Die Kleinen sollen spielend lernen können“, bekräftigte NRW-Familienministerin Ute Schäfer bei „Kerstin Griese trifft…“ im Club. Schäfer versteht ihr Ministerium neben Schule und Hochschule als „drittes Bildungsministerium“ mit ihren Zuständigkeiten für Familie, Kinder, Jugend, Kultur, Sport sowie das freiwillige Engagement und die politische Bildung.

„Auch das Ehrenamt ist ein Bereich, in dem man gebildet wird“, erklärte Ute Schäfer. „Wofür? Fürs Leben“, sagte sie zu den vielen Ehrenamtlichen, die die SPD-Bundestagsabgeordnete Kerstin Griese zu der Diskussion auf dem roten Sofa eingeladen hatte.

Pfadfinder-Erlebnisse

Griese erzählte in dem unterhaltsamen Gespräch, dass sie früher in der evangelischen Jugend und bei den Jusos ehrenamtlich aktiv war. Schäfer hat sich im Volleyballverein und bei den Pfadfindern engagiert. „Ich war Meutenführerin“, sagte die Ministerin schmunzelnd – und erläuterte, dass so die Leitung einer Pfadfinder-Kindergruppe genannt wird.

Eine der wichtigsten Aufgaben ihres Ministeriums ist der Ausbau der Unter-Dreijährigen-Betreuung. „Da gibt es ab 2013 einen Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz“, sagte Griese. Noch zu Zeiten der großen Koalition habe sie mit dafür gesorgt, dass sich der Bund mit vier Milliarden Euro an der Finanzierung beteilige. Leider sei in NRW nicht viel passiert, antwortete Schäfer. Denn die schwarz-gelbe Landesregierung habe nicht den vereinbarten Betrag selbst hinzugegeben. „NRW war und ist Schlusslicht“, wies Schäfer auf die Zahl der Krippenplätze im Vergleich aller Bundesländer hin und versprach, dies zu ändern. „Die Kommunen im Kreis warten darauf“, sagte die Abgeordnete Kerstin Griese.

Ute Schäfer sprach auch das Verfassungsgerichtsurteil zum Landeshaushalt an. „Das hat uns getroffen“, räumte sie ein. Denn Investitionen seien laut Gerichtsurteil Baumaßnahmen. Sie sei jedoch der Auffassung, dass Kinder und Bildung ebenso als Investitionen anerkannt werden müssten. „Investitionen in Bildung beschleunigen das Wirtschaftswachstum“, verweist sie auf ein neues Denken in der Wirtschaftswissenschaft.

Redaktion Heiligenhaus

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