„Ich bleibe dabei“: MdB Peter Beyer gegen Fracking

Niederberg..  Dutzende Abgeordnete aus vier Fraktionen im Bundestag drohen mit einer Ablehnung des geplanten Fracking-Gesetzes. „In dieser Form ist der Gesetzentwurf für zahlreiche Kolleginnen und Kollegen nicht zustimmungsfähig“, sagt der heimische CDU-Abgeordnete Peter Beyer, der den vorliegenden Entwurf ebenfalls negativ votieren würde. „Ich bleibe dabei: Fracking, nein danke“, so Beyer, der eine Verschärfung der Vorschriften als notwendig erachtet.

Gegen ein generelles Fracking-Verbot gebe es allerdings vor allem verfassungsrechtliche Bedenken, erklärt der Christdemokrat weiter. Bei der Vorstellung des Gesetzentwurfes hatte SPD-Umweltministerin Barbara Hendricks gesagt, dass eine Technologie nicht pauschal verboten werden könne. Ihm persönlich sei das Gesetz nicht restriktiv genug, welches das SPD-Ministerium vorgelegt hat. Es lasse zu viele Lücken und gewähre den Menschen vor Ort keinen genügenden Schutz.

Fracking teile die Politik in zwei Lager, so Peter Beyer. Auf der einen Seite stünden die Befürworter. Sie sähen in der unkonventionellen Gasförderung aus tiefen Gesteinsschichten gewaltige Nutzungspotenziale. So könne Deutschland billig Energie gewinnen und damit die Kosten für Unternehmen und Preise für Verbraucher senken. Fracking könne auch helfen, bei der Energieversorgung unabhängiger von russischen Gaslieferungen zu werden.

Die Gegner sehen dagegen in der Technologie eine Art neuer Kernkraft: gefährlich und unbeherrschbar. Auch Bierbrauer und Mineralwasserhersteller gehören zur Protestfront. Ebenso haben sich mehr als 2000 Kommunen und viele Bundesländer gegen das umstrittene Verfahren ausgesprochen