Hopfen und Malz
13.02.2012 | 17:01 Uhr 2012-02-13T17:01:00+0100
Heiligenhaus. Das bayerische Bier lockte viele Besucher ins Museum Abtsküche.
„Bis vor einer halben Stunde dachte ich noch, es kommt keiner!“ Museumskustos Reinhard Schneider wurde eines besseren belehrt: Es war Freitagabend und die Bude, sprich die historische Gaststube der Heimatkundlichen Sammlung, war voll. „Das Bier aus Bayern“ lockte die Gäste.
Helles und Dunkles aus Revier und Rheinland, das kennen die Besucher des Museums von den vorangegangenen Ausstellungen. Bier aus Bayern ist etwas Besonderes, besitzt das Bundesland doch die größte Brauereidichte in der Republik. So stand denn die Verkostung des Getränks im Vordergrund der geselligen Eröffnung. Jürgen Karrenberg hatte am Zapfhahn alle Hände voll zu tun, die Bierkrüge an die Durstigen zu verteilen.
Währenddessen berichtete Reinhard Schneider von jener weltlichen Wallfahrt, die ihn und seine Freunde seit 30 Jahren zum „Altöttinger Hof“ führt, zum Wirt Hubert Simmet. Der war selbst angereist, nebst Kellnerin Maria und deren Mann Rudolf Wildenhof. Waschechte Bayern in Niederberg – das gibt’s nicht so oft.
Nun ist im Museum der Alltag eingekehrt. Und die Besucher können endlich einen Blick in die Vitrinen werfen. Zwischen alten Ansichtskarten, seltenen Gläsern und Steinkrügen entdecken sie vielleicht noch ein wenig mehr als nur den Geschmack von Bier – nämlich seine Kultur.
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