Heiligenhauserin genießt Gartenidylle garniert mit Gargoyles

Birgit Meuersmorp hat eine echte britische Ruine in ihrem Garten. Sie wurde extra von England nach Heiligenhaus verschifft.
Birgit Meuersmorp hat eine echte britische Ruine in ihrem Garten. Sie wurde extra von England nach Heiligenhaus verschifft.
Foto: Alexandra Roth
Was wir bereits wissen
Birgit Meuersmorp hat sich ein grünes Paradies geschaffen. Mit einer Ruine, liebevollen Details und tierischen Begleitern ist ihr Kleinod einzigartig.

Heiligenhaus..  Dutzende Augenpaare verfolgen jeden Schritt, den Besucher in Birgit Meuersmorps Garten machen, ganz genau. Mal mit grimmig zusammengekniffenen Augen, mal mit einem Schmunzeln über dem ganzen Gesicht und mal verträumt blicken die „Wächter“ von Steinmauern oder Tischen hinaus in die Landschaft. Im Englischen werden diese steinernen Figuren Gargoyles genannt und sollen Dämonen abhalten. Im grünen Paradies am Abtskücher Stauteich scheinen die Wächter jedoch arbeitslos zu sein – die Idylle nämlich liegt fernab von bösen Geistern hinter alten Hecken und Bäumen versteckt.

Das Gesicht von Birgit Meuersmorps Garten hat sich in den vergangenen Jahren deutlich gewandelt. „Dort wo wir jetzt stehen, war mal ein kleiner Koiteich. Doch der Reiher hat sich daran zu schaffen gemacht“, erinnert sich die Besitzerin. Die Heiligenhauserin wollte eine Veränderung vor der Terrassentür und überlegte gemeinsam mit dem benachbarten Landschaftsbauunternehmen Hagedorn, wie aus dem Garten eine Wohlfühloase wird.

Der Teich musste weg

Gesagt, getan. Vor drei Jahren verschwand der Teich – die Bäume blieben. Heute führt ein hellgelber Steinweg an Büschen und Bäumen vorbei und erinnert stark an den Ziegelsteinpfad aus dem Zauberer von Oz. Ihm folgend erleben Besucher ähnlich viele Überraschungen wie Protagonistin Dorothy und ihre Begleiter.

Der erste Stopp führt Wandelnde nur wenige Meter vom Haus entfernt nach Fernost. Ein steinerner Sessel lädt zum Verweilen ein. Neben ihm stehen Buddha-Statuen und weiße Kugeln, die in den Abendstunden zu leuchten beginnen. Vorbei an einer weiteren Sitzecke verschlägt es Birgit Meuersmorp mitten in die Heiligenhauser Geschichte.

Glocke aus Hetterscheidt

Dort hängt seit kurzem nämlich eine der drei Kirchenglocken aus der ehemaligen Kapelle Hetterscheidt. Das 139 Kilogramm schwere Klangwunder ersteigerte Ehemann Werner Meuersmorp beim Pfarrfest. Nun hängt die Glocke, überdacht und eingerahmt von zwei steinernen Säulen, am Rand der erweiterten Terrasse. „Hier sitzen wir oft zusammen und genießen die Abendsonne. Ich bin sehr zufrieden mit meinem Garten, auch wenn nicht alles perfekt ist“, so Birgit Meuersmorp.

Abseits der steinernen Fläche geht der Garten weiter. Die erste Überraschung ist etwa oberschenkelhoch und schwarz-weiß. Mitten im Garten steht ein Schwein. Zwar nicht aus Haut und Borsten, dafür aus Plastik und mit Sitzgelegenheit. „Ich habe überall im Garten kleine Sitzecken“, erklärt die Heiligenhauserin.

Überall alte Schätzchen

Mit leichtem Gefälle fließt die Grünfläche in den alten Teil des Gartens. Flieder und Lärche hätten schon 40 Jahre auf dem Buckel und die Hecke stamme noch aus den 30er oder 40er Jahren. Ein altes Schätzchen ist auch die britische Ruine im Herzen des Gartens. Sie ist der ganze Stolz von Birgit Meuersmorp. „Ich bin ein großer Fan von englischer Gartenarchitektur. Auf mich wirken diese Gärten immer entschleunigt.“

Und genau diese Ruhe suche sie nach einem langen Arbeitstag in ihrem grünen Reich. Der Bausatz wurde sogar von England bis nach Heiligenhaus verschifft. Die Steine sind original alt, das Fenster und die Schießscharte stammen aus moderner Hand. Abgerundet wird das kleine Stück Britannien von englischen Rosen, einem rosa blühenden Oleander und metallischen Elfen. „Ich sammele solche kleinen Dekoelemente. Wir sind oft auf Märkten. Das, was mir gefällt und in den Garten passt, nehme ich mit. Auch für die Ruine habe ich noch Ideen.“