Heiligenhauser Vereine drücken vielerlei Probleme

Essen und erzählen: das Kommunalfrühstück der SPD im Club war gut besucht. Auch MdB Kerstin Griese (r.) hörte sich die Sorgen und Nöte der Vereinsvertreter an.
Essen und erzählen: das Kommunalfrühstück der SPD im Club war gut besucht. Auch MdB Kerstin Griese (r.) hörte sich die Sorgen und Nöte der Vereinsvertreter an.
Foto: Herbert Höltgen
SPD lud zum Kommunalfrühstück in den Club ein. Beim gemeinsamen Essen plauderten die Vereinsvertreter über ihre Sorgen und Nöte.

Heiligenhaus..  Generell sagt man ja: Mit vollem Munde spricht man nicht. Auf dem Kommunalfrühstück der SPD für die Heiligenhauser Vereine galt dagegen am Samstag die Losung: Essen und erzählen.

Einmal im Jahr lädt die Partei Vertreter der Vereine zum Frühstück in den Club. Die Vertreter erzählen, wie es in ihren Vereinen läuft und was die Politik für sie tun kann, SPD-Mitglieder gehen mit Notizblock von Tisch zu Tisch.

An den Tischen kamen u.a. die bekannten Bürgerthemen zur Sprache. Zum Beispiel wie bei den Negativtrends in Steuereinnahmen und Bevölkerungszahl eine Innenstadtbelebung möglich ist. Ein Vereinsvertreter findet da die Entscheidung, die Hauptstraße für den Individualverkehr offen zu lassen, verfehlt: Sich schön auf einen Café hinzusetzen und die Kinder auf den Plätzen spielen zu lassen, das gehe bei dem Verkehr nicht.

Nahverkehr und Hallenzeiten

Ein Pendler merkt mit Blick auf die Fahrpläne an: „Da muss man wirklich gucken, wann fährt ein Bus, sonst steht man eine halbe Stunde rum.“ Oder länger: „Ich arbeite in Düsseldorf und muss abends zurück nach Hetterscheidt. Wenn die S6 aus Düsseldorf drei Minuten zu spät kommt, sind beide Busse weg. Wenn es sieben bis acht Minuten Umsteigezeit wären, wäre das für alle viel entspannter.“

Die Vereine zeigen sich ganz unterschiedlich zufrieden. Die Kleingärtner aus der Abtsküche äußern generelle Zufriedenheit. Auch der Feuerwehr-Förderverein sagt, die Freiwillige Feuerwehr könne ihre Mitgliederzahl recht stabil halten. Der Förderverein der Stadtbücherei gibt sich betont realistisch: „Natürlich könnte man sich Verbesserungen vorstellen“, zum Beispiel eine weitere halbe Stelle für die Stadtbücherei. „Aber am Ende landet man immer bei der Geldfrage.“ Für den örtlichen Schwimmverein heißt das Problem Zeit bzw. Zeiten: „Wir verzeichnen eine Riesennachfrage nach Anfängerkursen“, sagt der technische Leiter des Vereins, „Ungefähr die Hälfte können wir aufnehmen, den Rest müssen wir ablehnen.“ Der Wunsch: „Mehr Trainingszeiten.“ Die Leistungssportler könnten nur einmal in der Woche trainieren.

Das Anliegen des HSV spricht auch Ratsmitglied Peter Kramer an, als die WAZ ihn fragt, was er sich auf seine Liste gesetzt hat. Man könnte bei der Verwaltung anfragen, ob der Verein, einst sehr erfolgreich auf Wettbewerben und Aushängeschild der Stadt, nicht weitere Zeiten bekommen könne.

Auch hätten Isenbügeler Anlieger die Befürchtung geäußert, wenn der Regionalplan in seiner aktuellen Fassung in Kraft träte und Teile der Siedlung zum Landschaftsschutzgebiet würden, könne Isenbügel nicht mehr weiter wachsen. Der BV Isenbügel trifft sich am Dienstag zu dem Thema.

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