Heiligenhauser Schüler sollen individuell gefördert werden

Die Regenbogenschule würde gerne in die Räume der ehemaligen International School umziehen.
Die Regenbogenschule würde gerne in die Räume der ehemaligen International School umziehen.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Im Ausschuss Bildung und Sport legte die Grundschule Regenbogen ein erstes Raumkonzept für den Umzug vor. Verwaltung nimmt Stellung zum Schulweg.

Heiligenhaus..  Die Umzugspläne der Regenbogenschule von Oberilp zum Standort am Sportfeld beschäftigen in den kommenden Monaten die Fachgremien des Stadtrates. Erste Erörterungen fanden am Donnerstag in der Sitzung des Ausschusses Bildung und Sport statt.

Neben den Verwaltungsinformationen zu den Themen Fördermittel zum Offenen Ganztag und Schülerfahrkosten lag den Mitgliedern auch ein von Schulleiterin Ellen Schieferstein verfasstes Papier zur Raumkonzeption vor.

Am neuen Standort, dem ehemaligen Hauptschulgebäude, sollen insbesondere fehlende Förder- und Forderräume für differenzierten Unterricht im Rahmen der Inklusion kompensiert werden. Bislang gibt es Kleingruppenarbeit im Regelschulunterricht, müssen u.a. sonderpädagogische Fördermaßnahmen überwiegend in den Klassenräumen, parallel zum Unterrichtsgeschehen, stattfinden.

Der Sportförderunterricht sei nur eingeschränkt durchzuführen in dem vorhanden Bewegungsraum der Oberilper Schule, der aufgrund von Vorgaben z.B. Ballspiele gänzlich ausschließt, teilt Ellen Schieferstein mit. Es fehlen Fachräume, die eine besondere Ausstattung bieten: Es gibt keinen Musikraum, keinen Kunst- und Werkraum, keinen Computerraum usw. „Diesen ‘Raum’ schaffen wir zum Teil in den Klassenräumen“, teilt Schieferstein mit, was sie den Ausschussmitgliedern kürzlich auch bei einer Begehung des Gebäudes in der Praxis zeigen konnte (WAZ berichtete).

Mit bei der Begehung dabei war auch Christa Markus, Leiterin der Hetterscheidter Tersteegen-Grundschule, die sich nun in der Sitzung als Sprecherin der Heiligenhauser Grundschulen äußerte: „Es ist jetzt ein bisschen schwierig, denn wir wollen Frau Schieferstein keine Steine in den Weg legen. Doch die Situation ist mit Ausnahme der Schulstraße bei den drei anderen Grundschulen ebenso. Auch wir haben Raummangel, es fehlt an Platz für Fördermaßnahmen und Fachräume haben wir auch nicht. Eltern- und Beratungsgespräche finden in der Mensa statt.“ Bezugnehmend auf die Äußerungen von Bürgermeister Dr. Jan Heinisch im WAZ-Interview, es gebe 2600 Quadratmeter zuviel Schulfläche und nur eine Schule habe Platzmangel: „Da entsteht ein falscher Eindruck. Das ist aus Grundschul-Sicht nicht so.“ Das wolle sie dem Gremium noch einmal bewusst machen.

Was den Schulweg angehe, so erläuterte die Verwaltung dann, werde er ihrerseits nicht als gefährlich eingestuft Es handele sich bei den Fußwegen um jene, die bereits jetzt von den Schülern genutzt würden (z.B. Unterilp bis Hunsrückstraße, Grubenstraße bis Hunsrückstraße). Wobei der Panoramaradweg aufgrund ausreichender Beleuchtung als ungeeignet angesehen. Eine Absage erteilt die Verwaltung einem Schülerspezialverkehr und der Einführung einer ÖPNV-Stadtbuslinie: zu teuer.

Weitere Einzelheiten zu einem möglichen Umzug werden im Immobilienausschuss besprochen