Heiligenhauser Park hält Senioren fit

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Was wir bereits wissen
Im Juli soll der noch staubige Hang an der Kettwiger Straße erblühen. Er bietet Senioren-gerechte Fitness-Geräte, Boule-Bahnen und stufenlose Wege.

Noch ist die künftige Grünfläche namenlos; noch wächst kaum ein Halm auf dem zum Panoramaradweg abfallenden Gelände. Mutterboden ist auch erst an der südlichen Grundstücksgrenze aufgetragen. Aber die Planer haben da – nicht nur von ihrem Aussichtspunkt im Rathaus-Neubau – einen ganz anderen Blick auf die noch kahle, sand- bis erdfarbene Fläche westlich der Kettwiger Straße.

Noch ist der Park namenlos. Aber Siegfried Peterburs rechnet für Juli mit blühenden Wiesen und der kompletten Ausstattung vom Asphalt der Wege in Spezialausstattung – besonders komfortabel für Rollatoren – bis zu den zehn Fitness-Geräten, ebenfalls in Senioren-gerechter Ausstattung. Denn dieser Park liegt nicht nur dem jugendlich-sportlichen Hefelmannpark gegenüber, wie der Fachbereichsleiter für Stadtentwicklung erklärt. Er soll auch in der Bestimmung sein Gegenstück sein: Geeignet für die älteren Heiligenhauser, wie die Bewohner des anliegenden St. Josef-Heims.

„Altlast“ war sieben Meter mächtig

Zur Kettwiger Straße hin entstehen drei dreigeschossige Bauten mit Eigentumswohnungen. „Die erste Stufe der Ausschreibung ist abgeschlossen“, erläutert Harald Flügge. Nach den Sommerferien könnte über den Investor für das Wohnen am neuen Park entschieden sein, so der Technische Beigeordnete. Die Fläche des Baulandes beträgt rund 5000 Quadratmeter.

Für die Wohnbauten musste unter dem früheren Kiekert-Parkplatz eine „Altlast“, so Siegfried Peterburs, von sieben Meter Mächtigkeit abgetragen werden: Hausschutt und Gießerei-Altlasten wurden für diese Grundstücke komplett entnommen. Für den zu 80 Prozent von Land und Bund finanzierten Park wäre das viel zu kostspielig geworden. Stattdessen wurde dort Bodenmaterial nicht ab-, sondern angefahren – und zwar von der Baustelle der A 44.

Den frisch konturierten Park-Hang erschließen 1400 Quadratmeter Wegefläche. „Komplett stufenfrei“, erklärt Stadtentwickler Peterburs begeistert: Senioren können – ohne eine einzige Treppe nehmen zu müssen – vom neuen Park über die Hauptstraße bis zum John-Steinbeck-Park flanieren.

Einen Treppen-Weg gibt’s dennoch – als Abkürzung: Er führt direttissima zur vom Planer „Bastion“ genannten Aussichts-Plattform. Sie grenzt an die 315 Quadratmeter große Boule-Fläche, groß genug, um drei Partien gleichzeitig austragen zu können. Die Parkwege bleiben auch nachts LED-beleuchtet – nur auf den Boule-Bahnen schaltet sich um 23 Uhr das Licht ab.

Nur eins bleibt auch noch inmitten der sommerlichen Wildrosenblüte im Park ein Provisorium: Der Eingang zur Kettwiger Straße wird dann Baustraße sein.