Heiligenhauser Ortsbuslinie auf Erfolgskurs

Alle 20 Minuten fährt die Linie 017 in die Ortsteile Wassermangel und Heide.
Alle 20 Minuten fährt die Linie 017 in die Ortsteile Wassermangel und Heide.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Dennoch denkt die Stadt über eine Anpassung des Bedienungsangebots nach. Gespräche mit dem Kreis Mettmann und der Rheinbahn geplant.

Heiligenhaus..  Die Ortsbuslinie 17 (O17) ist eine Erfolgslinie. Das zumindest findet der Betreiber, die Rheinbahn, nach der aktuellen Kundenzählung aus dem Jahr 2014. Helmuth Höhn, Rheinbahn-Abteilungsleiter Verkehrswirtschaft, bestätigte dies noch einmal persönlich in einem kleinen Vortrag vor dem Verkehrsausschuss am Dienstag.

„Mit dieser Linie sind wir auf die Wünsche der Bürger eingegangen“, ließ er die Beschlüsse des Heiligenhauser Stadtrates aus dem Jahr 2000 noch einmal Revue passieren. Damals sei das Busnetz den Bedürfnissen der Stadt angepasst und unter anderem die innerstädtische Linie eingerichtet worden. Die erste und einzige bisher. Der 20-minütige Takt aus den Ortsteilen Heide und Wassermangel biete den Kunden eine gute Anbindung an die Buslinien in die Innenstadt und von dort in die benachbarten Städte Velbert und Ratingen, vor allem aber zur S-Bahn S6.

Anzahl der Fahrten ist geblieben

2009 zählte die Rheinbahn 980 Fahrgäste auf der Linie O17, 2014 waren es 1100, die Anzahl der Fahrten blieb mit 47 gleich. Dennoch stellt die Stadt, die die Linie schließlich bezahlt, angesichts des Nachtragshaushaushalts und der damit verbundenen Kürzungen in allen Fachbereichen einen Prüfauftrag an den Kreis und die Rheinbahn.

„Wir müssen uns die Fahrgastzahlen im Einzelnen genauer anschauen. Nicht alle Zeiten werden sicherlich gleich ausgelastet sein“, erklärte Harald Flügge, Technischer Beigeordneter der Stadt, zur Motivation der Verwaltung. „Die Anbindung ist sehr dicht“, ergänzte Michael Krahl, Abteilungsleiter Straßenbau, „nach Isenbügel gibt es nur einmal die Stunde eine Verbindung.“ Eine bessere Auslastung und Verteilung der Nahverkehrsangebote (und damit eventuell andere Taktung der Linie O17) strebt die Verwaltung an. Das Instrument des Prüfauftrags macht eine flexible Gestaltung möglich – natürlich nicht im Alleingang.

„Ein Prüfauftrag ist eine Stärken- und Schwächenanalyse“, erläuterte Marcel Beckmann, Verkehrsexperte in der Kreisverwaltung Mettmann, vor dem Gremium am Dienstag. Es gehe darum, eine ausreichende Bedienung im ÖPNV zu finden, Entwicklungen aufzugreifen. „In allen Städten des Kreises ist das Angebot auf einem guten Niveau. Aber es gibt immer Punkte, die man besser machen kann.“

So wird von der Kommunalpolitik ein zusätzlicher Halt des SB19 in Hetterscheidt gewünscht. Ob dies machbar ist, wird sich erst im Herbst klären, wenn in Velbert der Zentrale Busbahnhof seine Funktion aufgenommen hat. Fahrzeiten- oder Taktänderungen werde es im Übrigen für die Linien 770, 771, 772 und 774 nach Heiligenhaus nicht geben. „Nur in Velbert selbst werden keine unnötigen Schleifen durchs Stadtgebiet mehr gefahren“, so Beckmann.