Heiligenhauser Obi-Markt macht im Sommer dicht

Der Obi-Baumarkt an der Velberter Straße soll fünf Jahre nach der (Wieder-)Eröffnung im Sommer schließen.
Der Obi-Baumarkt an der Velberter Straße soll fünf Jahre nach der (Wieder-)Eröffnung im Sommer schließen.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Unternehmen nennt mangelnde Wirtschaftlichkeit als Grund. Mietvertrag läuft nach fünf Jahren aus. Mitarbeiter siedeln in eine andere Filiale um.

Heiligenhaus..  Wer mal eben einen Sack Blumenerde kaufen möchte oder ein paar Schrauben braucht, muss sich zukünftig auf den Weg nach Velbert machen. Der örtliche Obi-Markt an der Velberter Straße wird voraussichtlich Anfang August schließen. Schon länger hatte es in der Gerüchteküche gebrodelt – nun bestätigte das Unternehmen mit Sitz in Wermelskirchen es gegenüber unserer Zeitung: Obi zieht sich komplett aus Heiligenhaus zurück. Grund für die Schließung sei „mangelnde Wirtschaftlichkeit“, heißt es von Nadine Kayser, Corporate PR & Communications Assistant bei Obi. „Glücklicherweise mussten wir keine Kündigungen aussprechen“, sagt Nadine Kayser. Alle Mitarbeiter hätten das Angebot bekommen, in einem benachbarten Obi-Markt zu arbeiten und es angenommen.

Der Mietvertrag, den Obi vor fünf Jahren mit Siegfried auf dem Graben, dem Eigentümer der Immobilie an der Velberter Straße, geschlossen hat, läuft zum September aus. Obi möchte ihn nicht verlängern. „Sehr schade“, findet das Wirtschaftsförderer Peter Parnow. Siegfried auf dem Graben aus Mettmann hatte das Gebäude 1995 eigens für den Baumarktbetreiber errichtet. Das Unternehmen schloss zunächst einen Mietvertrag für 15 Jahre mit ihm ab. Nachdem es dann aber in der Nachbarstadt Velbert einen großen Baumarkt eröffnete, schloss man bereits drei Jahre nach der Eröffnung die Filiale Heiligenhaus wieder. Als sich offenbar ein Wettbewerber in der Stadt zu platzieren drohte, öffnete der Markt nach mehreren Jahren Leerstand und einem Umbau im November 2010 erneut. Obi mietete erneut für fünf Jahre an und bezog eine Etage des ehemaligen Domizils mit einer Verkaufsfläche von 4250 Quadratmetern. „Obi war ein erstklassiger Mieter“, resümiert Siegfried auf dem Graben.

Die Suche nach einem neuen Mieter für die markante Immobilie in Hetterscheidt laufe an, so Wirtschaftsförderer Parnow. Der Standort eigne sich sehr gut für einen Baumarkt oder ein Möbelhaus. Wie Parnow weiter berichtet, habe sich der Eigentümer die Unterstützung eines Einzelhandelsberaters geholt. Auch die Stadt säße beratend mit im Boot. Schließlich dürfe sich an dieser Stelle kein innenstadtrelevantes Sortiment finden. „Alles, was genehmigungsfähig ist, nehmen wir gerne“, so Siegfried auf dem Graben im Gespräch mit der WAZ.

Wie Obi-Sprecherin Nadine Kayser mitteilte, werde man sich zukünftig im Obi-Markt Velbert um offene Bestellungen, Reklamationen und Umtausche der Heiligenhauser Kunden kümmern.