Heiligenhauser nutzen ihren neuen Fitnessparcours

SSVg-Trainer Anke Reetz und Frank Schäfer zeigen WAZ-Mitarbeiter Simon Klaus, wie an den Geräten des Fitnessparcours am Panoramaradweg Liegestützen gemacht werden.
SSVg-Trainer Anke Reetz und Frank Schäfer zeigen WAZ-Mitarbeiter Simon Klaus, wie an den Geräten des Fitnessparcours am Panoramaradweg Liegestützen gemacht werden.
Foto: WAZ FotoPool
Am Panoramaweg kann man nun aktiv Sport machen. Ein Trimm-dich-Pfad auf moderne Art lockt die aktiven und bislang auch passiven Sportler.

Heiligenhaus..  Heutzutage gibt es unter vielen Jugendlichen den Trend, schon im frühen Alter ins Fitnessstudio zu gehen. Eine Alternative dazu bietet der Calisthenics-Parcours am Panoramaradweg. Die SSVg-Trainer Anke Reetz und Frank Schäfer erklären, wie die Übungen richtig ausgeführt werden und worauf man achten muss.

Die Grundlage für das Training bietet ein gutes Aufwärmen der Gelenke und Muskeln, welches etwa fünf bis zehn Minuten dauern sollte. Dieser Schritt dient zur Verletzungsprävention sowie zur Gelenkschonung. Doch als Laie steht man vor den Geräten und fragt sich, wofür diese eigentlich gut sind. Aus den Piktogrammen geht nur ein Bruchteil der möglichen Übungen hervor. Deswegen bieten Anke Reetz und Frank Schäfer jeden Donnerstag von 18 bis 20 Uhr eine Einführung in diesen Parcours – aber nicht nur für Jugendliche.

Zehn Interessierte sind dieses Mal da, an jeder Station werden verschiedene Übungen erklärt und von jedem Teilnehmer ausprobiert. Der Trainingszustand der Sportler variiert von untrainiert bis zu sportlich, was aber für Anke Reetz kein Problem ist: „Man kann sich langsam Rantasten. Die Hauptsache ist, anzufangen, dranzubleiben und ein Gefühl für seinen Körper zu bekommen.“

Anlage ist äußerst vielseitig

Schnell fällt auf, dass die beiden Trainer es wirklich ernst meinen mit der Motivation. Jeder einzelne Sportler wird genau korrigiert, die beiden Trainer arbeiten viel mit Komplimenten, aber auch Forderungen gehören für sie dazu. So kommt eine konzentrierte, aber gesellige Sportatmosphäre auf, in der das Training viel Spaß macht.

Für Frank Schäfer liegen die positiven Aspekte der Anlage vor allem in der Vielseitigkeit: „Man kann mit recht wenigen Geräten sehr viele verschiedene Übungen für unterschiedliche Muskelgruppen machen, so kriegt man auf kleinem Raum ein Ganzkörpertraining hin. Ich finde die Anlage sehr gut, da es mir viel Spaß macht, mit dem eigenen Körpergewicht zu trainieren.“

Insgesamt wirken alle rund zehn Teilnehmer begeistert von den Geräten. Oliver Stasun trainiert das erste mal an der Anlage: „Gerade durch die Anleitung macht es viel Spaß, da man so weiß, was man wie genau zu tun hat.“ Frank Schäfermacht den Teilnehmern klar: „Es macht mehr Sinn, die Übungen langsam und sauber auszuführen, da man so seinen Körper schützt, aber gleichzeitig auch einen besseren Trainingseffekt hat.“

Der einzige Kritikpunkt, der aufkommt, sind die dicken und in der Haptik schmerzenden Stangen an allen Geräten, welche häufig statt der Kraft der limitierende Faktor sind. Für Frauen kommt noch dazu, dass es schwer ist, die Stangen zu umfassen und das Hangelgerät ohne Hilfestellung zu erreichen. Diesen Punkt sieht auch Anke Reetz: „Für Frauen ist es nicht optimal, jedoch kann man sich mit Handschuhen vor Verletzungen an den Händen schützen. Eventuell wird ja in Zukunft noch eine Hilfsstufe installiert, um den Aufstieg zu erleichtern.“

Generell ist die Fitnesstrainerin aber sehr zufrieden mit der Calisthenics-Anlage, sie sei „froh, so eine super Anlage zu haben!“ Es sei für die Sportler ein toller Ort, da es an der frischen Luft und in einer schönen Umgebung lokalisiert ist: „Man kann hier auch hinjoggen, da hat man das optimale Aufwärmen direkt dabei. Ich bin über das Projekt sehr glücklich, da viele Jugendliche nun wieder rauskommen und sich untereinander beim Sport motivieren und helfen“, findet Reetz. „Die Anlage wird gut angenommen, und alle Leute, mit denen ich spreche, geben mir ein positives Feedback über den Parcours.“ Und wenn man auch weiß, dank der beiden Trainer, wie es geht, macht es noch mal mehr Spaß.

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