Heiligenhauser Notunterkunft demnächst belegbar

Betreten verboten: Je drei Wachmänner sind in zwei Schichten täglich am Sportfeld eingesetzt gewesen, um die Immobilie zu schützen. Bis die Flüchtlinge kommen wird der Einsatz jetzt jedoch reduziert.
Betreten verboten: Je drei Wachmänner sind in zwei Schichten täglich am Sportfeld eingesetzt gewesen, um die Immobilie zu schützen. Bis die Flüchtlinge kommen wird der Einsatz jetzt jedoch reduziert.
Foto: FUNKE FOTO SERVICES
Was wir bereits wissen
In diesem Monat wird es nichts mehr mit der Belegung der Notunterkunft am Sportfeld. Grund waren noch mehrere Arbeiten, die vor Einzug erledigt werden mussten.

Heiligenhaus..  Die Betten sind aufgestellt, da, wo sonst Schüler ihren Schreibtisch stehen hatten. Die Sanitäranlagen sind eingerichtet, einige Container mit mobilen Duschen stehen schon auf dem Schulhof. Es scheint alles vorbereitet für die Flüchtlinge, die demnächst in die ehemalige International School am Sportfeld ziehen. Obwohl noch kein einziger Flüchtling eingezogen ist, ist der Sicherheitsdienst aber schon mit vollem Personal im Einsatz.

„Sobald eine Unterkunft belegt ist, sind drei Sicherheitskräfte nötig“, berichtet William Wolfgramm von der Bezirksregierung Düsseldorf. Ins Auge gefasst für die erste Belegung hatte man den 18. Mai, doch das ist nun fast zehn Tage her, und einziehen wird diesen Monat hier keiner mehr, sagt Wolfgramm: „Wir arbeiten derzeit mit Hochdruck daran, dass es eine Möglichkeit zur Belegung ab der kommenden Woche gibt.“

Bis dahin wolle man jedoch nun den Sicherheitsdienst reduzieren. Drei Mitarbeiter der Sicherheitsfirma J.P. Security Service waren jeweils in Tag- und Nachtschicht im Einsatz für die unbewohnte Notunterkunft. „Das werden wir jetzt bis zur wirklichen Belegung zurückfahren“, berichtet der Pressesprecher, denn das seien nun doch mehr als derzeit nötig.

Generell werde aber zum Schutz der Immobilie mindestens ein Wachmann vor Ort bleiben. Dabei zeigten sich die Sicherheitsmitarbeiter bislang etwas dünnhäutig, wie WAZ-Leser berichten und wie WAZ-Fotografen feststellen mussten. „Es ist ein sensibler Bereich, aber auch hier wird es Gespräche geben“, verspricht William Wolfgramm.

Eine genaue Aussage darüber tätigen, wann die ersten Flüchtlinge kommen und einziehen werden, kann Wolfgramm derzeit noch nicht. Warum es bislang nicht mit dem Einzug klappte, kann er jedoch erklären: „Es gab verschiedene Dinge, an denen noch gearbeitet werden musste, damit eine Belegung möglich wird.“ Gewisse Richtlinien des Landes und Mindestanforderungen müssten erfüllt sein, bevor Menschen in die Unterkunft einziehen könnten, schließlich muss bei einer Maximalbelegung von 200 Personen alles sicher sein.

Mit Hochdruck arbeite man jedoch daran, dass hier bald die Ersten einziehen können, denn die Plätze werden benötigt. Die Belegung wird von der Bezirksregierung Arnsberg vorgenommen.