Heiligenhauser Malschule hofft auf ein kleines Wunder

Gemeinsam mit anderen Künstlern aus dem Kreisgebiet beteiligen sich Michael Hanousek und Petra Dreier (sitzend) am Projekt „Unter der Haube“.
Gemeinsam mit anderen Künstlern aus dem Kreisgebiet beteiligen sich Michael Hanousek und Petra Dreier (sitzend) am Projekt „Unter der Haube“.
Foto: Hanousek
Was wir bereits wissen
Nach der SPD-Fraktion haben jetzt auch CDU-Vertreter der Malschule einen Besuch abgestattet. Noch werden passende Atelierräume gesucht.

Heiligenhaus..  Die Zeit wird immer knapper. Nur noch wenige Wochen und der Umzugswagen steht vor dem Grundschulgebäude in der Unterilp. Eingeladen wird dann das Inventar der Malschule Heiligenhaus. „Es wäre sehr schade, wenn wir die Stadt für immer verlassen müssten“, sagt Michael Hanousek, der mit seiner Frau Petra Dreier die Malschule seit fünfeinhalb Jahren betreibt.

Doch Hilfe scheint in Sicht bei der Suche nach neuen Atelier- und Lagerräumen zur Anmietung. Nach der SPD-Fraktion (die WAZ berichtete) waren Ende vergangener Woche auch Vertreter der CDU vor Ort, um sich von Petra Dreier und Michael Hanousek über die Situation informieren zu lassen. Der Nutzungsvertrag mit der Stadt endet am 28. August, denn dann wird das Grundschulgebäude für die neue Schul-Nutzung (es zieht die Oberilper Grundschule Regenbogen ein) saniert. Die Malschule sowie die anderen Nutzer (u.a. der ADFC) müssen dann auf andere Standorte ausweichen.

Das Künstler-Ehepaar erläuterte den fünf Besuchern zunächst das sozialpädagogische Konzept der Malschule. „Das war offensichtlich nicht allen klar, dass wir keine rein kommerziellen Interessen verfolgen“, sagt Michael Hanousek. Auch, dass es dafür dauerhafter und keiner zeitlich begrenzten Räume bedarf, wurde erläutert. „Insofern ist die von der Stadt offerierte Möglichkeit, VHS-Räume mit zu nutzen, einfach so nicht praktikabel. Frisch bemalte Leinwände kann man ja nicht einfach mal eben so wegstellen. Und das Material benötigt ebenfalls Platz“, argumentiert der Künstler.

Waren die bisherigen Angebote der Stadtverwaltung nicht gangbar – die von Immobilienmaklern auf dem freien Markt waren es manchmal noch viel weniger. Hanousek: „Die Leinwände haben zum Teil ein DINA-0-Format – das passt nicht durch jede Tür. Und eine Schaufensterfront, wie sie ein Geschäft üblicherweise hat, ist für uns dagegen unpraktisch. Uns kommt es nicht auf die Schönheit der Immobilie an, sondern auf die Praktikabilität.“ Und bezahlbar müsse das Ganze natürlich auch sein.

Eventuell im Steppkeshaus unterzukommen, wäre den beiden schon genug. Auch sei ein altes Tankstellengebäude Am Ilper Bändchen ins Gespräch gekommen, berichtet Hanousek gegenüber der WAZ. Die CDU-Vertreter äußerten einige Ideen und versprachen mit den entsprechenden Stellen Kontakt aufzunehmen. Außerdem startete der Stadtverband sogleich einen Ideen-Aufruf auf der parteieigenen Facebook-Seite.

Petra Dreier und Michael Hanousek: „Wir hoffen, dass ein kleines Wunder geschieht, bis der Umzugswagen vor der Tür steht.“