Heiligenhauser Kinder auf Schalke geehrt

Schüler aus Düsseldorf, Gelsenkirchen und Heiligenhaus haben bei einem Projekt für die Kindernothilfe Geld gesammelt durch eigene kleine Arbeiten. Sie demonstrierten auf Schalke für Kinderrechte.
Schüler aus Düsseldorf, Gelsenkirchen und Heiligenhaus haben bei einem Projekt für die Kindernothilfe Geld gesammelt durch eigene kleine Arbeiten. Sie demonstrierten auf Schalke für Kinderrechte.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Sie putzten Schuhe, wuschen Autos, fegten Laub und führten Hunde gassi: Schüler der Unesco-Realschule haben für ein Kindernothilfe-Projekt Geld gesammelt und in der Schalke-Arena für Kinderrechte demonstriert.

Gelsenkirchen..  Die Aufregung ist groß im Presseraum der Schalker Veltins-Arena. Wo sonst Fußballtrainer ihre Statements abgeben, haben drei Kinder Platz genommen. Sie vertreten die Schulen aus Gelsenkirchen, Düsseldorf und Heiligenhaus, die mitgemacht haben beim Projekt „Action!Kidz“ – diese „Kidz“ wiederum setzen sich gegen ausbeuterische Kinderarbeit zur Wehr. Vor dem Podium sitzen Mitschüler und unterstützen das Trio und die Botschafterin des Projekts, Moderatorin Shary Reeves, mit lautem Jubel und Applaus.

Icha vom Schalker Gymnasium beginnt: „Unsere Forderung ist klar. Kein Kind auf der Welt darf ausgebeutet werden. Wir wollen ein Verbot von Kinderarbeit weltweit!“ Tosender Applaus.

„Dafür haben wir Spenden gesammelt mit unseren Aktionen. Mit diesem Geld organisiert die Kindernothilfe Bildungsprojekte.“ Dann stellt die Schülerin der Klasse 7c klar: „Tätigkeiten wie Babysitten oder Hundeausführen sind keine ausbeuterische Kinderarbeit.“

Icha darf auch das Land Peru vorstellen, das in diesem Jahr im Kampagnen-Mittelpunkt stand. „Über 30 Prozent der Menschen leben unter der Armutsgrenze. Viele Kinder sind unterernährt, leiden an Krankheiten.“ Ein Video belegt die Notwendigkeit der Hilfe, zeigt Kinder, die in einer Ziegelfabrik arbeiten.

„Unsere Klasse hat in einem Schuhladen eine Schuhputz-Aktion angeboten“, erzählt Lisa Sofia von der Unesco-Realschule Heiligenhaus. „Und an einer Autowaschanlage haben wir Autos gewaschen – bei jedem Wetter. Und bei Regen war das nicht so toll. Nächste Woche wollen wir noch eine Tombola machen.“ Auch in ihrer Freizeit haben sich die Kinder aus Heiligenhaus engagiert. „Einige haben Laub gefegt oder Hunde ausgeführt.“ Für Spenden.

Von so viel Einsatz ist auch Shary Reeves beeindruckt. „Gerade in eurem Alter ist es wichtig, in diese Themen hinein zu wachsen. Denn ihr seid die Zukunft“, wendet sich die Moderatorin der Kindersendung „Wissen macht Ah!“ an die jungen Menschen. Die sind ihrerseits schon ganz nervös. Denn jetzt steht die Demonstration bevor.

Kinder demonstrieren für Rechte

In einer langen Karawane ziehen die über hundert Kinder auf die Tribüne, wo sie ihre Forderungen vortragen. Nach dem Schlachtruf „Anpfiff für das Recht auf Spiel – Ausbeutung stoppen – Kinderrechte einhalten!“ zücken sie ihre Trillerpfeifen und legen los. Als nächstes können sie sich beim Torwandschießen austoben. Sponsoren spenden einen Betrag für jeden Treffer. Pelin findet: „Volltreffer für die Kinderrechte!“